Ravensburg - Jahresbilanz 2011 Kontrolle Gewerblicher Güterverkehr
Lkrs. Ravensburg | 22.02.2012 | 12-0453
Jahresbilanz 2011 Kontrolle Gewerblicher Güterverkehr – Autobahn- und Verkehrspolizei deckt über 50 Manipulationen bei digitalen Kontrollgeräten auf
In 315 Fällen ist die Polizei im Landkreis Ravensburg im vergangenen Jahr ausgerückt, um Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrzeugen des Gewerblichen Güterverkehrs aufzunehmen. Nicht selten wurden hierbei Personen verletzt und getötet. „Die Kontrolle des Gewerblichen Güterverkehrs durch die Polizei ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit“, sagte Uwe Stürmer als Leiter der Polizeidirektion Ravensburg bei der Vorstellung der Jahresbilanz.
Die Unfallzahlen mit Fahrzeugen des Gewerblichen Güterverkehrs sind im Jahr 2011 um 13,9 Prozent auf 315 Verkehrsunfälle (2010: 366) zurück gegangen. Angesichts der meist schweren Folgen ist dies ein positiver Trend. Die sinkenden Unfälle schlagen sich auch in den Verletztenzahlen nieder. So wurden letztes Jahr 105 Verkehrsteilnehmer (2010: 117, -10,3 Prozent) leicht und 28 (2010: 32, -12,5 Prozent) schwer verletzt. Bei den Verkehrstoten war allerdings ein Anstieg zu verzeichnen. Nach 2010 mit 4 Getöteten verloren 2011 insgesamt 6 Personen im Landkreis bei Unfällen mit Fahrzeugen im Gewerblichen Güterverkehr ihr Leben. Unter den Unfalltoten waren 2 Lkw-Insassen und 4 andere Verkehrsteilnehmer.



Ein schneller Ermittlungserfolg gelang den Beamten der Kripo Lindau mit der Klärung des Raubes auf einen Taxifahrer. Dieser hatte am Sonntagabend, den 19.02.2012, gegen 20:15 Uhr am Bregenzer Bahnhof einen jungen Mann und eine junge Frau als Fahrgäste aufgenommen. Am Fahrziel in Lindau, dem Strandbad Eichwald angekommen, war der 54-jährige Vorarlberger unter Vorhaltung einer Schusswaffe zur Herausgabe von Geld aufgefordert worden. Nachdem dem Taxifahrer aus kurzer Distanz mit der Schreckschusswaffe ins Gesicht geschossen worden war, waren die Täter ohne Beute geflüchtet. Der Vorarlberger erlitt hierbei leichte Gesichtsverletzungen die in einem Krankenhaus versorgt werden mussten. 

In der Nacht von Rosenmontag auf Faschingsdienstag, 21.02.2012, gegen 3.30 Uhr, kam es in Mindelheim, in der Kaufbeurer Straße, zu einem Verkehrsunfall. Ein zunächst unbekannter Verkehrsteilnehmer kam mit seinem Pkw nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Anschließend setzte er mit seinem beschädigten Pkw die Fahrt fort, bis zum Kindergarten in der Christoph-Scheiner-Straße. Hier wurde der Pkw gegen 11.00 Uhr abtransportiert. Bei dem Unfall entstand am Baum ein Schaden von ca. 500 Euro, der Schaden am Pkw beläuft sich auf ca. 2.000 Euro.
Am Dienstag, 21.02.2012, gegen 15.30 Uhr, befuhr ein 61-jähriger Mann mit seinem Mofa die Kreisstraße MN 19 zwischen Bad Grönenbach-Thal und Bad Grönenbach. Im Bereich der Autobahnunterführung (A7) rutschte der Mann aufgrund überfrierender Nässe, allein beteiligt, mit seinem Krad aus und kam zu Sturz. Dabei wurde der 61-Jährige schwer verletzt. Der Mann wurde von einem Zeugen zu einer nahe gelegenen Tankstelle verbracht und von dort mit einem Rettungswagen ins Klinikum Ottobeuren zur weiteren Behandlung verbracht.
Mit teilweise schweren Verletzungen mussten drei Kinder im Alter zwischen 10 und 11 Jahren am Faschingsdienstag, 21.02.2012, nach einem Rodelunfall bei Wiggensbach, Lkrs. Oberallgäu, in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei Mädchen und ein Junge rutschen gemeinsam gegen 15.30 Uhr auf einem Rutschteller im Beisein des 44-jährigen Vaters eines der verunglückten Mädchen einen Abhang hinunter. Vermutlich aufgrund des hohen Gewichtes (drei Personen auf einem Rutschteller) beschleunigte dieser derart stark, dass die Kindern nicht wie zuvor bei den Einzelfahrten abbremsen konnten und weiter als üblich rutschten. Im Anschluss stürzten sie eine etwa fünf Meter hohe, befestigte Böschung hinunter und kamen in einem Hofraum eines Anwesens zum Liegen. Alle Kinder mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, wobei eines der Mädchen schwerste Kopfverletzungen erlitt. Das zweite Mädchen wurde mittelschwer, der Junge leicht verletzt. Im Einsatz waren neben Beamten der Polizeiinspektion Kempten, Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 17“. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzungen gegen den 44-jährigen Vater als Aufsichtsperson werden durch die Polizeiinspektion Kempten geführt.