15-Jähriger in Washington stirbt bei Schusswaffenangriff nach Straßenkonzert

-

Print Friendly, PDF & Email

Am Rande eines Konzerts in den USA ist ein 15-Jähriger erschossen worden. Zudem wurden bei dem Vorfall in der Hauptstadt Washington am Sonntagabend (Ortszeit) drei Menschen verletzt, darunter ein Polizist, wie Polizeichef Robert Contee mitteilte. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert, schwebten aber nicht in Lebensgefahr.
Vor dem Schusswaffenangriff hatte es laut Contee bereits zwei Zwischenfälle gegeben, bei denen Panik ausbrach. Mehrere in Panik davonlaufende Menschen wurden demnach verletzt. Die Polizei beendete nach Angaben des Polizeichefs das nicht offiziell angemeldete Konzert, das aus Anlass des „Juneteenth“-Gedenktags zum Ende der Sklaverei stattfand. Kurz darauf seien trotz des großen Polizeiaufgebots in der Nähe die tödlichen Schüsse gefallen.
„Leider können solche Dinge passieren, wenn man die falsche Mischung von Leuten hat oder Leute Schusswaffen dabeihaben“, sagte der Polizeichef.
In den USA hatte es in den vergangenen Wochen eine ganze Serie besonders blutiger Schusswaffenangriffe gegeben. Mitte Mai erschoss ein 18-Jähriger an einer Grundschule der texanischen Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrerinnen. Zehn Tage zuvor hatte ein 18-Jähriger in und vor einem Supermarkt in Buffalo im Bundesstaat New York aus rassistischen Motiven zehn Menschen erschossen, fast alle Opfer waren Schwarze. 
Die Gewalttaten lösten landesweite Demonstrationen für schärfere Waffengesetze aus. Seit Jahresbeginn haben nach einer Zählung der Nichtregierungsorganisation Gun Violence Archive in den USA schon mehr als 20.000 Menschen durch Schusswaffen ihr Leben verloren. In der Zahl sind auch Suizide enthalten.
yb/gt

© Agence France-Presse