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Montag. 04. Juli 2022 / 27

Nach Flugzeugabsturz in China Sucheinsatz mit Drohnen und Wärmebildkameras

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Nach dem Absturz einer China-Eastern-Maschine mit 132 Menschen an Bord kommen am Unglücksort im Süden Chinas nun auch Drohnen und Wärmebildkameras zum Einsatz. Vier Tage nach dem Unglück suchten zahlreiche Einsatzkräfte am Donnerstag auf einem bewaldeten Hügel weiter nach dem zweiten Flugschreiber der Boeing 737-800 sowie nach Überlebenden des Unglücks. Die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich jemand der 123 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder überlebt hat, scheint jedoch äußerst gering.
Flug MU5735 war am Montag von Kunming in der Provinz Yunnan nach Guangzhou in der Provinz Guangdong gestartet, als die Maschine nahe Wuzhou bei gutem Wetter innerhalb weniger Minuten dramatisch an Höhe verlor und abstürzte. Das Flugzeug stürzte praktisch senkrecht ab und geriet in Brand. Die Überreste des Flugzeugs und seiner Ladung wurden weit verstreut.
Zahlreiche Feuerwehrleute, Soldaten, Rettungskräfte, Mitarbeiter der chinesischen Flugsicherheitsbehörde sowie Freiwillige suchten am Donnerstag nach den Opfern und Spuren. Heftiger Regen erschwerte den Sucheinsatz, der den Boden des bewaldeten Hügels aufweichte. Am Vortag war der Sucheinsatz wegen drohender Erdrutsche unterbrochen worden.
Am Mittwochabend wurden menschliche Überreste gefunden. Die Einsatzkräfte hofften aber weiter auf Überlebende. „Unser Hauptziel ist die Suche nach Opfern und die Rettung von Leben“, sagte Huang Shangwu, ein hochrangiger Vertreter der Feuerwehr, vor Journalisten. Dafür kämen auch Wärmebildkameras am Boden und Drohnen in der Luft zum Einsatz. Auch die Suche nach dem Flugdatenschreiber, der Daten wie Flughöhe und Geschindigkeit aufzeichnet, wurde fortgesetzt.
Der Stimmenrecorder war am Mittwoch gefunden und zur Auswertung nach Peking geschickt worden. Von der Auswertung der Black Boxes erhoffen sich die Behörde Hinweise auf die Absturzursache, die bisher völlig unklar ist. Staatsmedien zufolge war der Stimmenrecorder allerdings schwer beschädigt.
Die Fluggesellschaft China Eastern hob am Mittwoch hervor, dass nach dem Unglück kein Verdacht auf den Piloten und seine zwei Co-Piloten falle. Nach ersten Erkenntnissen hätten diese ihren Dienst „üblicherweise sehr gut“ geleistet und ihre familiäre Situation sei „harmonisch“ gewesen.
yb/pe

© Agence France-Presse

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