Westerwelle: FDP sollte ihre Erfolge herausstreichen

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Berlin – Guido Westerwelle, der ehemalige FDP-Bundesaußenminister, empfiehlt seiner Partei, die eigenen Erfolge herauszustreichen. „Jeder Tag bietet neue Chancen. Auch für die Liberalen“, sagt Westerwelle im Interview mit der „Welt“.

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) habe selbst gesagt, dass die Zusammenarbeit der Union mit der FDP einer der Gründe sei, warum es „Deutschland heute so gut geht“. Westerwelle: „Das dürfen wir gelegentlich auch mal selber sagen und nicht nur Politikern aus der CDU überlassen. Denn es ist die Tatsache.“ Zum Libyen-Krieg, bei dem sich Deutschland im UN-Sicherheitsrat enthalten hatte, was auf scharfe Kritik stieß, merkt Westerwelle an: „Manch einer, der mich wegen unserer Entscheidung, nicht am Libyen-Krieg teilzunehmen, sehr aggressiv bekämpft hat, ist doch heute in Anbetracht der Entwicklungen der letzten Monate und Jahre recht still.“ Der ehemalige Spitzenpolitiker erklärt auch, welche Ziele er mit seiner neu gegründeten Stiftung, der „Westerwelle Foundation“, verfolgt: „Wir fördern wirtschaftliche Entwicklung, um demokratische Stabilität zu unterstützen und konzentrieren uns dabei auf den Mittelstand als Wirtschafts- und vor allem als Gesellschaftsmodell. Wir wollen beispielsweise junge Existenzgründer aus sogenannten Chancenländern einladen, um in Deutschland zu lernen, und Start-ups unterstützen.“

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