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Donnerstag. 04. März 2021 / 09

Was hat Testosteron mit Haarausfall zu tun?

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Bildquelle: Jumpstory

Um Haarausfall ranken sich zahlreiche Halbwahrheiten. Der Mythos, dass Testosteron am erblich bedingten Haarausfall Schuld ist, ist weit verbreitet. Die Frage ist: Verursacht das männliche Sexualhormon wirklich Haarausfall oder ist das tatsächlich nur ein Märchen?

Manche behaupten sogar, Männer mit Glatze seien aufgrund eines erhöhten Testosteronspiegels besonders maskulin, doch die vermeintliche Männlichkeit hält die Haare auch nicht davon ab, auszufallen. Wer von der androgenetischer Alopezie betroffen ist und sich noch lange an der eigenen Haarpracht erfreuen möchte, kann in der Drogerie ein Haarausfall Shampoo kaufen. Ein Coffein-Shampoo gegen erblich bedingten Haarausfall ist eine effektive und kostengünstige Behandlungsmethode.

Doch ist der schlechte Ruf von Testosteron in Bezug auf Haarausfall nun gerechtfertigt?

Die Rolle von Testosteron

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald sind der Frage, ob Testosteron ursächlich für den erblich bedingten Haarausfall ist, auf den Grund gegangen. “Ja, und Nein”, lautet ihre Antwort und diese dürfte viele interessieren, denn immerhin 50 Prozent aller Männer über 50 müssen sich dem Thema “Glatze” stellen. Übrigens sind auch Frauen von der Alopezie betroffen, zeigen jedoch andere Symptome als Männer.

An der Studie der Forscher, die zum Ergebnis hatte, dass Testosteron nichts mit Haarausfall zu tun hat, nahmen knapp 400 Männer teil.

Warum lautet die Antwort also “Ja, und Nein”?

Wie und warum Testosteron dennoch mit Haarausfall in Zusammenhang gebracht werden kann, zeigt sich auf den zweiten Blick. In ausgeklügelten Stoffwechselprozessen stellt der Körper aus Testosteron Dihydrotestosteron her. Dieses wird auch als DHT bezeichnet und wirkt sich im Fall von androgenetischer Alopezie negativ auf die Haarfollikel der betroffenen Männer und Frauen aus. Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem bei Männern Haarfollikel an bestimmten Stellen, wie im Bereich der sogenannten Geheimratsecken, der Stirn und dem Oberkopf, empfindlich auf DHT reagieren. So entstehen die typischen Merkmale, an denen erblich bedingter Haarausfall leicht zu erkennen ist.

Dennoch kommt Testosteron zu Unrecht in Verruf, denn obwohl DHT ein Folgeprodukt von Testosteron ist, hat Testosteron selbst laut Studie keine Auswirkungen auf Haardichte oder Haarwachstum. Dihydrotestosteron hingegen verkürzt die Wachstumsphase der Haare, lässt die Haarfollikel schrumpfen und schließlich die Haarwurzeln absterben. Je kleiner die Haarfollikel werden, desto schlechter können sie die Haarwurzeln mit den lebenswichtigen Nährstoffen für ein gesundes Haarwachstum versorgen.

Genau genommen ist Testosteron sogar ein Prohormon, also eine Vorstufe eines Hormons, während DHT ein vollständiges Androgen, also das eigentliche männliche Sexualhormon, darstellt. DHT übernimmt die Aufgaben von Testosteron und sorgt unter anderem für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der Funktion der Talgdrüse, der Entwicklung und Funktion der Prostata und die Ausprägung der männlichen Körperbehaarung.

Erblich bedingten Haarausfall behandeln

Egal, was den Haarausfall verursacht, Betroffene wollen vor allem eins: den Haarausfall aufhalten. Ein gutes und wirksames Shampoo gegen Haarausfall setzt dort an, wo das DHT den Schaden anrichtet, um dessen Wirkung zu unterbinden. Coffein hat sich dabei als besonders effektiv herausgestellt, da es von den Haarfollikeln aufgenommen und gespeichert wird und so eine Art Schutzwall gegen Dihydrotestosteron bildet. Nebenbei stimuliert es das Haarwachstum und die Durchblutung der Kopfhaut. Auch Menschen, die mit diffusem oder stressbedingtem Haarausfall zu kämpfen haben, profitieren deshalb davon, wenn sie ein Haarausfall Shampoo kaufen.

Bei der Anwendung eines Haarausfall Shampoos sollte darauf geachtet werden, die Einwirkzeit von mindestens zwei Minuten einzuhalten, damit das Coffein bis tief in die Kopfhaut vordringen kann. Nach 24 Stunden hat der Körper das im Haarausfall Shampoo enthaltene Coffein wieder abgebaut und eine erneute Anwendung des Shampoos gegen Haarausfall ist nötig, um den Schutz aufrechtzuerhalten. Erblich bedingter Haarausfall muss dauerhaft behandelt werden, denn sobald die Behandlungsmethode unterbrochen wird, kommt es wieder zum Haarausfall.

Bei der Pflege gibt es einige weitere Aspekte zu beachten:

  • Die Haarwäsche mit einem Shampoo gegen Haarausfall sollte nur mit lauwarmem Wasser durchgeführt werden.
  • Rückstände von Haarausfall Shampoos oder Stylingprodukten müssen sorgfältig ausgespült werden, um die Kopfhaut nicht zu belasten.
  • Heißes Föhnen sollte vermieden werden, stattdessen lieber zu einem weichen Handtuch greifen und die Haare sanft trocken tupfen.
  • Eine Naturhaarborste schont das Haar, während scharfkantige Zacken die Haare zusätzlich strapazieren und herausreißen können. Die Bürste sollte regelmäßig mit Seife und lauwarmem Wasser gereinigt werden.

Ein Shampoo gegen Haarausfall ist nur eine mögliche Option, um Haarausfall zu bekämpfen. Mit minimalem Aufwand kann mithilfe eines Haarausfall Shampoos jedoch ein maximaler Erfolg erzielt werden.

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