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Samstag. 19. Juni 2021 / 24

Warum die Generation Z Online-Kommunikation und -Dating bevorzugt

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Die Generation Z stellt ganz anders als ihre Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern. Für sie findet die Suche nach interessanten Leuten und/oder Partnern immer häufiger online statt.

Persönliche Unsicherheit, Sicherheitsgefühl und Bequemlichkeit

Die Gründe für die Beliebtheit vom Online-Dating bei den Zoomers sind ganz vielfältig. Häufig ist es das fehlende Sicherheitsgefühl, Bequemlichkeit oder einfach persönliche Unsicherheit, wenn es um das eigene Erscheinungsbild geht. Durch den Druck der sozialen Medien, immer perfekt aussehen und sein zu müssen, wächst die Unsicherheit bei den Zoomers; die Angst vor Ablehnung und einem Korb beim Dating steigen. Mit Kommunikation übers Internet  wird die Suche nach Kontakten für Freundschaft oder Beziehung leichter, denn wer möchte, kann sich hinter der Anonymität seines digitalen Profils verstecken und durch andere Profile ganz ruhig stöbern. Auf einer Singlebörse für junge Leute finden sich Tausende interessante Profile, welche aber längst nicht immer nach der großen Liebe Ausschau halten. Häufig geht es auch um Entertainment oder Casual-Dating.

Treffen die Zoomers beim Dating auf Ablehnung, wird es online deutlich leichter, denn schließlich ist die Enttäuschung nicht zu real sehen/empfinden und ein anderes interessantes Profil in Klickweite.

Offenheit und Toleranz an erster Stelle

Bei der Generation Z wird mehr auf Introversion und Persönlichkeitstypen geachtet. Die Zoomers sind nicht nur an Casual-Dating interessiert, sondern suchen auch immer häufiger nach der großen Liebe. Unter den Tausenden registrierten Profilen fällt es allerdings schwer, tatsächlich ins Auge zu fallen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Generation Z ist bei der Auswahl der Profile deutlich kritischer, denn Authentizität ist bei ihnen Trumpf. Wer sich in seinem Profil empathisch, emotional und verletzlich präsentiert, hat gute Chancen gesehen zu werden.

Allerdings ist es eine Gratwanderung, Interesse zu wecken und Neugier zu erzeugen; nicht zu viel auf einmal auf dem Profil von sich preiszugeben. Am besten das Profil mit ein bis zwei Fotos versehen und ein paar Sätze zur eigenen Person verfassen. Diese dürfen ruhig authentisch und humorvoll sein, denn die Generation Z versteht Spaß.

Die Generation Z mag es authentisch und deshalb sollte es auch so beim Dating auf der Online-Plattform zu gehen. Wer unverbindliche Kontakte wünscht, soll und darf das auch genauso kommunizieren und muss andere User nicht mit falschen Versprechungen vor den Kopf stoßen. Ehrlichkeit ist Trumpf – Die Zoomers lieben Ehrlichkeit und mögen es locker. Deshalb reden sie offen, was sie sich wünschen oder eben nicht. Nichts ist schlimmer, als sich mit einem interessanten Kontakt auszutauschen und dann festzustellen, dass alles nur gelogen war. Das Vertrauen ist dahin; der Kontakt ebenso.

Moderne Technologien schützen Dating und Romantik

Die Zoomers nutzen bei Dating-Portalen immer häufiger smarte Kommunikationswege. Statt zu Briefpapier und Stift greifen sie zu modernen Technologien, um mithilfe von  Emojis, Video-Chat und Sprachnachrichten mit anderen Menschen zu kommunizieren. Die Generation Z engagiert sich nicht nur zunehmend politisch, sondern kommuniziert die Meinung auch gern auf smarte Weise. Kleine Gesten können den Chat noch interessanter gestalten und so werden beispielsweise virtuelle Rosen, digitale Geschenke oder andere Nettigkeiten im Chat verschickt.

Der persönliche und authentische Austausch ist in jedem Fall gefragt. Schließlich will auch die Generation Z ganz genau wissen, wem sie es hinter dem Display zu tun hat. Deshalb boomen Video-Chat-Tools oder Sprachnachrichten. Immer mehr Dating-Plattformen integrieren diese Features. Wer den Video-Chat auf der Plattform nutzt, kann anonym bleiben und muss die eigene Telefonnummer nicht herausgeben. Wer nach dem Video-Chat feststellt, dass der andere Teilnehmer doch kein Potenzial für ein echtes Treffen hat, muss sich keine Gedanken um einen Missbrauch seiner Telefonnummer machen.

Sprachnachrichten haben sich bei den Zoomers ebenfalls zunehmend etabliert. Der Vorteil: Sie müssen nicht langwierig tippen oder auf die Rechtschreibung achten. Außerdem sind Sprachnachrichten viel persönlicher als bloße Worte auf digitalem Grund. Emotionen wie Freude, Verunsicherung oder Aufregung lassen sich durch die Voice-Nachrichten sofort wahrnehmen und das ist für die Authentizität-liebende Generation Z natürlich ein echter Benefit.

Vom digitalen zum realen Date: Auch die Zoomers wissen, dass sich ein Date erst so richtig im realen Leben echt anfühlt. Ihre Dating-Vorstellungen weichen vielleicht von denen der Eltern oder Großeltern etwas ab. Die Generation Z mag es locker und am besten unbeschwert. Ein Treffen im Park, am See oder in einem Kaffee zum gemeinsamen Plaudern mit einem kalten oder heißen Getränk ist ideal. Bloß nicht von Anfang an von Kindern, Heirat und Hausbau sprechen, denn das ist auch der aufgeschlossenen Generation Z häufig zu viel.

Stattdessen gemeinsam lachen, Momente kreieren und einfach sehen, was sich daraus entwickelt. Die Generation der Zoomers geht mit Leichtigkeit in die Dates und handelt häufig nach dem unbeschwerten Credo „Alles kann und nichts muss.“ – vielleicht auch für andere Generationen ein gutes Geheimrezept, um die Dates etwas lockerer zu gestalten.

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