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Freitag. 17. September 2021 / 37

Wann sind offene Beziehungen gut für jemanden?

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Vor allem nach einer langen Beziehung kann die Luft im Schlafzimmer ausgehen und die erotische Spannung nachlassen. Ein Seitensprung kommt jedoch nicht in Frage und so ist man in einem Hamsterrad der Monotonie gefangen. Da die Gefühle für den Partner aber noch vorhanden sind und man die Liebe nicht über den Haufen werfen möchte, kann eine offene Beziehung hilfreich sein. Einige Paare eignen sich von Beginn an darauf, dieses Partnerschaftsmodell zu führen. Aber nicht jeder ist für eine polygame Beziehung geeignet und kommt nicht damit klar, wenn der Partner sich mit anderen vergnügt. Selbst, wenn man auch die Chancen hat, ist der Gedanke einem zu bieder. Aber was steckt hinter einer offenen Beziehung und was bedeutet es eigentlich?

Gerade in der heutigen Zeit kommt es vermehrt dazu, dass traditionelle Werte in den Hintergrund rücken und Polygamie immer beliebter wird. Aber was ist der Reiz daran, den Erlaubnisschein zum Seitensprung zu bekommen und warum nennen diese Menschen es dann Partnerschaft?

Was ist eine offene Beziehung?

Bei einer solchen Partnerschaft einigen sich beide Parteien darauf, sich auch außerhalb des Schlafzimmers zu vergnügen. Sprich, das Fremdgehen ist kein Seitensprung, da es legitimiert wurde. Monogame Partnerschaften liegen immerhin nicht in der Natur des Menschen. Vor allem polyamouröse Menschen finden es schwierig, über einen längeren Zeitraum mit derselben Person zu leben und Sex zu haben, weshalb  sie von Anfang an offene Beziehungen und Casual Dates bevorzugen, um Betrug zu verhindern. Natürlich ist es kein leichtes Unterfangen, den perfekten Partner für dieses Modell einer Beziehung zu finden.

Jedoch werden auch in diesen Partnerschaften Regeln aufgestellt. So kann zum Beispiel die Abmachung getroffen werden, dass keine dieser außerpartnerschaftlichen Aktivitäten in den eigenen vier Wänden stattfindet. Schutz sollte bei diesen Vereinbarungen selbstverständlich sein, damit man innerhalb der Beziehung noch ein ungezwungenes Sexleben führen kann.

Es ist also die Möglichkeit, um mit Einverständnis des Partners, seinen Trieben komplett nachgehen zu können. Selbst, wenn die Personen mit anderen Leuten schlafen, sind die Emotionen innerhalb der Partnerschaft. Eine klare Separation von Sexualtrieb und Gefühlen. Während sie nach außen hin die perfekte Einheit ergeben, treffen sich Mann und Frau regelmäßig für erotisch erlaubte Abenteuer.

Warum entscheiden sich Menschen für dieses Modell?

Die Gründe können dabei unterschiedliche Ursprünge haben. Viele Männer und Frauen finden es nicht befriedigend, nur mit einem Partner zu schlafen. Wenn beide Parteien eine aufgeschlossene sexuelle Neigung haben und auch das andere Geschlecht nicht verschmähen, kommt es oft zu einer Einigung.

Diese Menschen können Sex und Liebe klar voneinander differenzieren, was vielen anderen schwerfällt. Während sie mit Fremden schlafen, können sie sich abends ohne ein schlechtes Gewissen neben ihren Partner legen.

Auch bei Personen, die einen Fetisch haben und ihn mit ihrem Partner nicht ausleben können, wird oft diese Form von Beziehung vorgeschlagen. Sexuelle Begierden, die nicht innerhalb des Schlafzimmers ausgelebt werden können, führen so nicht zu einem Betrug.

In der heutigen Zeit hat kaum jemand noch Zeit, um sich komplett einem anderen Menschen zu widmen. Daher ist es nicht selten, dass auch Menschen in der Geschäftswelt eine offene Beziehung führen. So kann von Beginn an, der Seitensprung ausgeschlossen werden und das Vertrauen der Partnerin wird nicht missbraucht.

Wann sie gut für jemanden sind

Wenn die Beziehung super verläuft, aber das Sexleben einfach nicht richtig klappen will, kann sie viel retten. Emotionen und Lust müssen in dem Fall nur voneinander unterschieden werden. Nicht alle Menschen, die sich ineinander verlieben und das perfekte Paar abgeben, haben auch im Bett eine Symbiose der höchsten Stufe erreicht.

Wenn die Beziehung und die gemeinsame Zukunft nicht durch die erlaubten Seitensprünge gefährdet werden, dann können sie wahre Wunder bewirken. Immerhin wirkt sich die sexuelle Befriedigung unglaublich auf den Gemütszustand eines Menschen aus. So können sämtliche Spannungen rausgenommen werden. Oft kann es auch passieren, dass nach einer gewissen Zeit das Arrangement beendet wird, da die Partner merken, was ihnen wirklich wichtig ist. Es kann also passieren, dass durch eine offene Beziehung die Bindung immens gestärkt wird.

Wann eine offene Beziehung am besten vermieden wird

Wer schnell das Verlangen nach Nähe bekommt und von Grund auf eifersüchtig ist, sollte keine offene Beziehung eingehen. Für diese Menschen werden die Abende zur Qual, wenn der Partner sich mit jemanden vergnügt und anschließend ohne Reue nach Hause kommt.

Menschen, die Bindungsängste haben und diese gerne überwinden möchten, sollten ebenfalls davon absehen. Schließlich geht es bei einer offenen Beziehung darum, außerhalb der Beziehung Spaß zu suchen. Das ist nicht unbedingt fördernd, wenn man doch in Wahrheit die Ängste überwinden und sich auf einen Menschen einlassen möchte.

Viele denken, sie würden damit klarkommen, wenn sie selbst die gleichen Freiheiten bekommen. Sie merken jedoch schnell, dass es nicht ihre Art ist, den Partner einfach ziehen und machen zu lassen. Wer also bislang immer nur monogame Beziehungen geführt hat, wird sich mit diesem Modell einer Partnerschaft wohl eher unwohl fühlen.

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