Wangen im Allgäu | Mittelfinger gegen entgegenkommende Polizeistreife

Symbolbild

Am Sonntagmittag, 05.04.2020, hat ein Autofahrer in Wangen im Allgäu einer entgegenkommenden Polizeistreife den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt. Die sich daran anschließende Verfolgungsfahrt endete beim Schießstattweiher. Der „Fingerzeiger“ wurde in eine Fachklinik gebracht.

Kurz vor 13 Uhr kam einer Polizeistreife in der Friedrich-Ebert-Straße ein Auto entgegen, dessen Fahrer den beiden Beamten beim Passieren den besagten Finger zeigte. Die Streife wendete sofort und forderte den Mann mit optischem und akustischem Signal auf, anzuhalten. Das Anhaltesignal interessierte den Autofahrer nicht im Geringsten. Stattdessen fuhr er auf der Isnyer Straße stadtauswärts. Dort überholte ihn die Streife, worauf der 45-Jährige sofort wendete und in entgegengesetzter Richtung davonfuhr. Im weiteren Verlauf hielt der Verfolgte an der Kreuzung Lindauer Straße (Martinstor) bei Rotlicht an, fuhr aber bei Annäherung des Streifenwagens sofort rückwärts bis zur Karlstraße und bog danach ins Zentrum ab. Die „Hatz“ setzte sich quer durch die Innenstadt fort. Auf der Fahrt durch den Stadtkern hielt der Mann mehrfach an, schrie durch das geöffnete Fenster der Fahrertür und teilte seinen Verfolgern mit, dass sie ihm nichts zu sagen hätten. Vom Buchweg aus fuhr er in die Leutkircher Straße. Auf Höhe des Schießstattweihers konnte das Auto des Flüchtigen von mehreren Streifenwagen schließlich angehalten werden. Der 45-Jährige verriegelte daraufhin sämtliche Türen und weigerte sich, aus seinem Wagen auszusteigen. Erst nach mehrfacher Androhung einer gewaltsamen Öffnung reagierte er, blieb aber sitzen. Mit erheblichem Kraftaufwand mussten ihn die Polizisten aus dem Wagen ziehen, wobei der Mann Widerstand leistete. Wegen seines mentalen Zustandes brachte ihn eine Streife zur Untersuchung in eine Fachklinik. Sein Wagen wurde abgeschleppt.

Der 45-Jährige wird wegen seines beleidigenden Verhaltens und der Widerstandshandlung angezeigt.