Untersuchung: Weniger Ostdeutsche als Briten in DAX-Vorständen

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main – Fast 25 Jahre nach dem Mauerfall sind DAX-Vorstände, die in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen sind, immer noch eine Seltenheit. Das ergab eine Untersuchung der Personalberatung KornFerry, die der „Welt am Sonntag“ exklusiv vorliegt. Laut KornFerry sind unter den 182 DAX-Vorständen 17 Amerikaner und fünf Briten.

In Ostdeutschland geboren und aufgewachsen sind den Angaben zufolge gerade mal vier – genauso viele wie Inder. Die vier Ausnahmen aus Ostdeutschland sind Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek, Kathrin Menges, Vorstand bei Henkel, Hauke Stars, Vorstand bei der Deutschen Börse in Frankfurt, und Eon-Vorstand Mike Winkel. Dass es bis heute so wenige Ostdeutsche in die Konzernspitzen geschafft haben, ist nach Meinung von Experten eine Frage der Mentalität. „Die Ausbildung in der DDR hat die Menschen nicht für die Managerebene qualifiziert. Leistung wurde im dortigen System nur teilweise belohnt, vieles war politisch“, sagte KornFerry-Beraterin Berit Bretthauer. Vielen fehle es an aggressiver Selbstvermarktung.

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