Vor dem Landgericht Memmingen läuft weiterhin der Prozess gegen Vater und Sohn E. aus Bad Grönenbach. Den beiden Angeklagten werden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie Tierquälerei vorgeworfen. Ein Ende des Verfahrens ist derzeit noch nicht absehbar.
Wie nun bekannt wurde, hat die zuständige Kammer bereits weitere Verhandlungstermine bis Ende August 2026 angesetzt. Damit deutet sich an, dass sich das Verfahren noch über mehrere Monate hinziehen wird. Die Beweisaufnahme ist weiterhin in vollem Gange.
Im bisherigen Verlauf des Prozesses wurden bereits zahlreiche Zeugen vernommen. Dazu zählen unter anderem Kriminalbeamte, Veterinäre, Gutachter sowie ein Verantwortlicher der SOKO Tierschutz.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den nächsten Verhandlungstag am Dienstag, 21. April 2026. Dann soll der Investigativjournalist und Tierrechtler Philipp Hörmann als Zeuge vor Gericht aussagen. Seiner Vernehmung wird in dem Verfahren eine besondere Bedeutung beigemessen.
Hörmann hatte nach den vorliegenden Informationen maßgeblich dazu beigetragen, dass das Verfahren überhaupt ins Rollen kam. Über mehrere Monate hinweg sammelte er demnach Fakten, führte Gespräche und veröffentlichte Bildmaterial aus dem betroffenen Betrieb.
Seine Aussage dürfte deshalb für den weiteren Verlauf des Prozesses von erheblicher Relevanz sein. Der aktuelle Stand macht deutlich, dass das Verfahren noch lange nicht abgeschlossen ist. Vielmehr arbeitet das Landgericht Memmingen den komplexen Sachverhalt weiterhin umfassend auf.









