Vor dem Landgericht Memmingen beginnt am Donnerstag, 30. April 2026, der Prozess um das Tötungsdelikt in Lauben. Die Hauptverhandlung startet um 9 Uhr im Sitzungssaal 132 vor der 1. Strafkammer als Schwurgericht. Der Termin sowie die angesetzten Fortsetzungstage sind in den aktuellen Terminsmitteilungen des Landgerichts Memmingen aufgeführt.
Angeklagt ist der inzwischen 39 Jahre alte deutsche Staatsangehörige Markus G.. Ihm wird vorgeworfen, am Abend des 5. August 2025 seine Lebensgefährtin Valerie von M. in dem gemeinsam bewohnten Anwesen in 87761 Lauben getötet zu haben. Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft soll er das Gesicht der Frau in ein am Boden liegendes Hundekissen gedrückt haben, wodurch das Opfer erstickte. Der Angeklagte soll den Tod der Frau zumindest billigend in Kauf genommen haben.
Der in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte räumt den geschilderten Sachverhalt nach den vorliegenden Angaben ein. Die Anklage lautet auf Totschlag. Für dieses Delikt sieht das Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren vor, in besonders schweren Fällen auch lebenslange Freiheitsstrafe.
Für das Verfahren sind derzeit mehrere weitere Verhandlungstage angesetzt. Vorgesehen sind nach aktuellem Stand die Termine am 4. Mai, 7. Mai, 11. Mai, 13. Mai und 21. Mai 2026. Nach Medienberichten könnte an diesem letzten angesetzten Termin bereits ein Urteil fallen.
Das Gericht hat bislang 29 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Damit deutet sich ein umfangreiches Verfahren an, das die Hintergründe der Tat sowie die genaue rechtliche Bewertung des Geschehens klären soll.
Der Fall hatte bereits im vergangenen Jahr für große Aufmerksamkeit im Unterallgäu gesorgt. Die Bayerische Polizei hatte Ende August 2025 mitgeteilt, dass gegen den damaligen 38-jährigen Lebensgefährten der vermissten 36-Jährigen ein dringender Tatverdacht wegen eines Tötungsdelikts bestehe.








