Im Unterallgäu dürfen sich gleich drei Projekte Hoffnung auf LEADER-Fördermittel machen. Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe Kneippland® Unterallgäu hat jetzt einstimmig beschlossen, einen Dorfladen mit Café, die Aufwertung einer Sportanlage sowie ein Messnetzkonzept für ein KI-gestütztes Hochwasser-Frühwarnsystem zur Förderung auszuwählen.
„Mit den LEADER-Fördermitteln unterstützen wir wieder Projekte, die unsere Region voranbringen, die Gemeinschaft stärken und von denen besonders die Menschen im ländlichen Raum profitieren“, sagte Landrat Alex Eder, Vorsitzender des Entscheidungsgremiums.
Ein gefördertes Vorhaben ist das Projekt „Café mit Dorfladen“ in Holzgünz. Die Gemeinde möchte damit einen sozialen Treffpunkt für Jung und Alt schaffen und zugleich die Nahversorgung vor Ort sichern. Gefördert werden sollen unter anderem energieeffiziente Kühltheken und Bedieneinheiten, die Ausstattung der Verkaufstheke sowie Geräte und Möbel für den Cafébetrieb. Die Gesamtkosten liegen bei rund 67.000 Euro. Das Entscheidungsgremium stellte dafür eine LEADER-Förderung von 16.922 Euro in Aussicht.
Auch der SV Tussenhausen kann mit Unterstützung rechnen. Mit dem Projekt „Mehr als Sport: Multifunktionale Aufwertung der Sportanlage“ plant der Verein den Bau einer Zuschauertribüne sowie die Errichtung einer energieeffizienten LED-Flutlichtanlage am Hauptsportplatz. Der Platz soll künftig ganzjährig für Sport, Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden können. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 162.000 Euro. Die vorgesehene LEADER-Fördersumme beträgt 68.089 Euro.
Als drittes Projekt wurde das Vorhaben „SAFE-W Hochwasser-Frühwarnsystem Stufe 1: Messnetzkonzept“ vorgestellt. Präsentiert wurde es von Isabell Sittner-Zehner, Leiterin des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Unterallgäu. Geplant ist die schrittweise Einführung eines KI-gestützten Hochwasser-Frühwarnsystems im Landkreis. Sensoren im Boden sollen künftig Niederschlag, Bodenfeuchte und Wasserstand erfassen und bei drohender Gefahr mithilfe Künstlicher Intelligenz Alarm schlagen. Im ersten Schritt soll nun ein Messnetzkonzept erarbeitet werden, um festzulegen, an welchen Standorten Sensoren sinnvoll eingesetzt werden können. Die Gesamtkosten hierfür liegen bei rund 75.000 Euro, die in Aussicht gestellte Fördersumme bei 37.790 Euro.
Bevor die Projekte endgültig gefördert werden, müssen sie noch von der zuständigen Bewilligungsstelle geprüft werden.
Wer Fragen zum Förderprogramm LEADER hat oder selbst eine innovative und modellhafte Projektidee einbringen möchte, kann sich an die Geschäftsstelle der Lokalen Aktionsgruppe Kneippland® Unterallgäu wenden. Ansprechpartnerin ist Ursula Bauer.








