Landkreis Unterallgäu baut Halle für Bio- und Restmüll

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Der Landkreis Unterallgäu will die Entsorgung von Bio- und Restmüll langfristig absichern und baut dafür eine eigene Umschlag- und Lagerhalle. Das hat der Kreistag nun beschlossen. Gleichzeitig ist damit auch die Entscheidung gefallen, dass sich der Landkreis nicht an der geplanten interkommunalen Bioabfallvergärungsanlage in Weißenhorn beziehungsweise Vöhringen beteiligt.

Wie der Landkreis mitteilt, werden im Unterallgäu pro Jahr rund 5.800 Tonnen Bioabfall erfasst. Mit der neuen Halle sollen künftig Bioabfälle wie Küchenreste, Laub oder faules Obst, aber auch Restmüll aus Haushalten bei Bedarf umgeschlagen und zwischengelagert werden können.

Nach den Worten von Edgar Putz, Leiter der Abfallwirtschaft des Landkreises, soll die Halle vor allem dann als Sicherheit dienen, wenn es zu Störungen beim Transport oder bei der Verwertung der Abfälle kommt. In solchen Fällen könnte der Müll vorübergehend dort aufgenommen werden.

Darüber hinaus verspricht sich der Landkreis von der neuen Anlage auch wirtschaftliche Vorteile. Durch die Möglichkeit des Umschlags würden künftig mehr Unternehmen für die Biomüll-Entsorgung in Frage kommen. Das könne zu mehr Angeboten und besseren Preisen führen. Laut Putz haben zudem regionale Entsorgungsunternehmen bereits angekündigt, ihre Kapazitäten auszubauen und künftig mehr Bioabfälle übernehmen zu können.

Mit der geplanten Umschlag- und Lagerhalle habe der Landkreis bereits das erreicht, was man mit Blick auf eine sichere und flexible Entsorgung erreichen wollte, so Putz. Aus Sicht der Verantwortlichen ist es wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller, weiterhin auf die privatwirtschaftliche Entsorgung zu setzen. Hinzu kommt, dass die Halle laut Landkreis selbst dann notwendig gewesen wäre, wenn man sich an der Vergärungsanlage beteiligt hätte.

Damit ist die Idee einer interkommunalen Verwertungsanlage für Bioabfälle in öffentlicher Hand für den Landkreis Unterallgäu endgültig vom Tisch. Der Kreis wird sich nicht an dem geplanten Zweckverband beteiligen. Über ein solches Modell hatten zuvor neun Kommunen gesprochen: neben dem Landkreis Unterallgäu die Landkreise Sigmaringen, Neu-Ulm, Heidenheim, Günzburg, Biberach, der Alb-Donau-Kreis sowie die Städte Memmingen und Ulm.

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