Klimaschutz im Unterallgäu 2026: Landratsamt setzt Solaroffensive fort und weitet Sanierungsberatung aus

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Der Landkreis Unterallgäu rüstet sich für ein nachhaltiges Jahr 2026. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses präsentierte Klimaschutzmanagerin Sandra ten Bulte die Erfolge des vergangenen Jahres und gab einen spannenden Ausblick auf die kommenden Projekte. Klar ist: Die Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger bei der Energiewende bleibt ein Kernthema der Kreisverwaltung.

Solar- und Wärmeoffensive gehen in die nächste Runde

Die Solaroffensive war 2025 ein echter Publikumsmagnet. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Beratungsangebot zu Photovoltaik-Anlagen (PV) auch 2026 fortgesetzt. Geplant ist zudem eine große Kooperationsveranstaltung mit dem Landkreis Oberallgäu, die das komplexe Zusammenspiel von PV-Anlagen, Speichersystemen und Wärmepumpen beleuchtet.

Auch die Wärmeoffensive wird ausgeweitet. Die beliebte Aktion „Check-Dein-Haus“, bei der Bürger individuelle Tipps zur energetischen Sanierung erhalten, macht 2026 in folgenden Regionen Station:

  • VG Babenhausen

  • VG Pfaffenhausen

  • VG Kirchheim

Damit hat der Landkreis innerhalb von fünf Jahren flächendeckend Beratungen im gesamten Kreisgebiet angeboten.

Nachhaltige Bauprojekte und Moorrenaturierung

Klimaschutz im Unterallgäu bedeutet jedoch mehr als nur Energieberatung. Als Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen stellte ten Bulte das Schülerwohnheim in Bad Wörishofen vor. Der Neubau besticht durch die Verwendung von regionalem Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und einen extrem niedrigen Energiebedarf.

Weitere ökologische Meilensteine für 2026 sind:

  • Hundsmoor: Umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen zur CO2-Speicherung.

  • Schulzentrum Ottobeuren: Der Zweckverband Gymnasium und Realschule plant massive Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung.

  • Regionale Produkte: Eine neue digitale Karte fördert die Vernetzung von lokalen Erzeugern und Verarbeitern.

Engagement für die Zukunft

Landrat Alex Eder zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Maßnahmen: „Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel die Fachstelle für Klimaschutz und die gesamte Kreisverwaltung tun.“ Auch die Abfallwirtschaft trägt ihren Teil bei: Durch die Annahme kleinerer Mengen Sperrmüll auf mehr Wertstoffhöfen werden unnötige Fahrtwege für die Bürger eingespart.

Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, findet alle Details im aktuellen Fortschrittsbericht zum Klimaschutz, der auf der Homepage des Landkreises als Download zur Verfügung steht.

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