Mit vereinten Kräften die Energiewende: Regionalwerk Unterallgäu baut vier Solarparks – Agri-PV als Vorzeigeprojekt

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Regionalwerk Unterallgäu: Vier Solarparks starten – Wind & Speicher als nächste Schritte

Unterallgäu. Vor rund einem Jahr gründeten 29 Gemeinden und der Landkreis das Regionalwerk Unterallgäu, um die Energiewende vor Ort aktiv zu gestalten. Geschäftsführer Dietmar Schell zog nun im Kreistag eine positive Bilanz: Vier Photovoltaik-Projekte mit insgesamt 56,5 Hektar Fläche und voraussichtlich 48,8 MWp Leistung werden aktuell realisiert – inklusive geplanter Stromspeicher zur netzdienlichen Einspeisung.

Standorte & Leistungen auf einen Blick

  • Niederrieden (Agri-PV): ca. 17 ha, 10 MWp, erhöhte Ständer mit nachführendem Tracker-System. Die Flächen werden gleichzeitig landwirtschaftlich genutzt; der Tracker steigert den Ertrag um rund 25 % – ein Vorzeigeprojekt.

  • Ottobeuren (Freifläche): ca. 20 ha, 18 MWp.

  • Wiedergeltingen (Freifläche): ca. 17 ha, 18 MWp.

  • Erkheim (kommunale Fläche, Freifläche): ca. 2,3 ha, 2,8 MWp.

Speicher vorgesehen: Die Anlagen sollen mit Batteriespeichern ausgestattet werden, um Erzeugung zu puffern und in sonnenärmere Zeiten zu verlagern – das erhöht die Flächeneffizienz und stabilisiert das lokale Netz.

Vermarktung & regionale Wertschöpfung

Ab 2026 soll der erzeugte Strom vermaktet werden. Lokale Unternehmen und Gemeinden können dann günstigen Regionalstrom beziehen – die Wertschöpfung bleibt über das Regionalwerk in der Region.

Pipeline & Ausblick 2026

Neben den vier laufenden Projekten liegen fünf weitere Flächen (insgesamt 37 ha) mit Pachtverträgen bereit – für Agri-PV oder klassische Freiflächen-PV. Für 2026 will das Regionalwerk die Themen Windkraft und Speicher forcieren und Kooperationen mit Regionalwerken, Dienstleistern und Unternehmen ausbauen. Geplant ist außerdem eine Beratung für Unternehmen, Eigentümer und Kommunen.


Weitere Themen im Kurzüberblick

  • Landkreis kurz schuldenfrei: Dank Entschuldungskonzept aktuell keine Schulden – trotz geplanter neuer Kredite. Jahresrechnung 2024: Verwaltungshaushalt 199 Mio. €, Vermögenshaushalt 27 Mio. €. Die drei Kreis-Seniorenwohnheime (Babenhausen, Türkheim, Bad Wörishofen) erwirtschafteten 454.000 € Überschuss; Mittel werden u. a. für Sanierung Türkheim benötigt.

  • Inklusionsbeirat – neue Regeln: Ab der nächsten Wahlperiode entsendet jede Kreistagsfraktion ein Mitglied in den Beirat; die Koordinationsstelle Inklusion gehört künftig ebenfalls dazu. Amtszeit des ersten Beirats endet Mai 2026.

  • Beteiligungsbericht 2024: 90 Seiten Zahlen, Daten, Fakten zu den Beteiligungen des Landkreises – vom Kreiskämmerer im Kreistag vorgestellt.

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