Die Abfallwirtschaft im Unterallgäu soll effizienter werden: Der Landkreis lässt prüfen, ob die bislang als Regiebetrieb geführte Kommunale Abfallwirtschaft in ein eigenständiges Kommunalunternehmen umgewandelt werden kann. Landrat Alex Eder sieht darin einen Schritt zum Bürokratieabbau und zur Verwaltungsverschlankung. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz begrüßte das Vorhaben; vor einer Entscheidung wird ein Umsetzungskonzept erstellt.
Edgar Putz, Leiter der Abfallwirtschaft, betont die Chance zur Optimierung: Seit der Übernahme der Abfallentsorgung durch den Landkreis 1977 sei die Aufgabenfülle stark gewachsen. Heute verantwortet die Abfallwirtschaft einen Haushalt von rund 20 Mio. Euro (Einnahmen/Ausgaben), betreut Wertstoffhöfe und Umladestation, ist für zwölf Deponien zuständig und führt sechs Betriebe gewerblicher Art – u. a. Photovoltaikanlagen. Große Projekte stehen an, etwa der Neubau des Wertstoffhofs Wolfertschwenden und die Rekultivierung der Hausmülldeponie Breitenbrunn.
Als Kommunalunternehmen ließen sich Dienstleistungen einfacher ausschreiben und Bauprojekte schneller sowie wirtschaftlicher realisieren, da weniger Vorgaben bremsten. „Wirtschaftlich effektives Handeln wird an manchen Stellen überhaupt erst ermöglicht“, so Putz. Für Gebührenzahler bedeute das: Die Suche nach effizienteren Lösungen bleibt ständige Pflicht.
Die öffentliche Kontrolle wäre weiterhin gewährleistet: Entscheidungen träfe ein Verwaltungsrat mit Kreistagsmitgliedern – analog zum bisherigen Ausschuss. Die Abfallwirtschaft bliebe vollständig im Eigentum des Landkreises. Ein erstes Gutachten bescheinigt einen überschaubaren Umstellungsaufwand und Potenzial; nun folgt die detaillierte Konzeptphase.









