Wie können sich Kommunen besser vor Hochwasser schützen – und dabei moderne Technik nutzen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Bürgermeister-Dienstbesprechung des Landkreises Unterallgäu, die diesmal in Unteregg stattfand. Im Fokus: die mögliche Einführung eines KI-gestützten Hochwasser-Frühwarnsystems, das auf umfangreichen Daten basiert.
Pegelstände, Bodenfeuchte, Niederschlagsmengen und örtliche Gegebenheiten – je mehr Daten in ein solches System einfließen, desto präziser können Gefahrenlagen abgeschätzt werden. Dafür wäre die Beteiligung möglichst vieler Gemeinden notwendig, um breitflächig Daten zu sammeln und auszuwerten.
Landrat Alex Eder machte deutlich, dass er zunächst das grundsätzliche Interesse abklopfen wolle:
Er wolle ausloten, ob die Kommunen im Unterallgäu bereit seien, gemeinsam mit benachbarten Landkreisen ein solches System aufzubauen, erläuterte er. Isabell Sittner-Zehner, Leiterin des Sachgebiets „Sicherheit und Ordnung“ am Landratsamt Unterallgäu, ergänzte, dass bereits die Landkreise Neu-Ulm und Günzburg sowie die Stadt Memmingen Interesse signalisiert hätten.
Eder betonte, man könne zwar nicht alle Schäden verhindern, aber mit besseren Prognosen rechtzeitig Schutzmaßnahmen einleiten und die Bevölkerung früh warnen. Die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigten großes Interesse und gaben das Signal, die Recherchen weiter zu vertiefen – auch wenn mehrfach angemerkt wurde, dass eine bayernweite Lösung eigentlich Aufgabe des Freistaats wäre. Der Landrat kündigte an, auch in diese Richtung weiter aktiv zu bleiben.









