Die Hoffnungen auf eine Reaktivierung der südlichen Staudenbahn haben einen deutlichen Dämpfer erhalten. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat dem Vorhaben nun offiziell eine Absage erteilt.
Grundlage für die Entscheidung ist ein Potenzialgutachten, das die Fahrgastzahlen für den Abschnitt zwischen Langenneufnach und Türkheim untersucht hat. Demnach käme die Strecke nur auf rund 800 Fahrgäste pro Kilometer an einem Werktag – deutlich unter der vom Freistaat Bayern geforderten Mindestzahl von 1000 Fahrgästen.
Das Ministerium machte gegenüber dem Landratsamt Unterallgäu klar, dass die Anforderungen für eine Reaktivierung damit verfehlt sind. Landrat Alex Eder äußerte sich enttäuscht:
„Wir haben in dieses Projekt wirklich viel Herzblut gesteckt. Doch der Freistaat macht klare Vorgaben, die wir leider nicht erfüllen.“
In die Berechnung dürfen ausschließlich Fahrgäste einfließen, die direkt dem zu reaktivierenden Streckenabschnitt zugeordnet werden können. Das vollständige Gutachten wird im kommenden Mobilitätsausschuss vorgestellt und erläutert.
Mit der Entscheidung ist klar: Eine Reaktivierung der südlichen Staudenbahn bleibt vorerst unrealistisch – trotz regionaler Bemühungen und politischer Unterstützung.









