Landkreis Unterallgäu | Hochwasser richtete großen finanziellen Schaden an

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Vor allem Privathaushalte sind betroffen – Aber auch beim Landkreis fielen Kosten an

Das Hochwasser Anfang Juni 2024 hat im Unterallgäu immense Schäden angerichtet. Beim Landratsamt Unterallgäu sind laut Landrat Alex Eder inzwischen rund 900 Anträge auf Soforthilfe eingegangen. Mehr als 1,7 Millionen Euro seien bereits an betroffene Privathaushalte ausgezahlt worden. Darüber hinaus fielen aufgrund des Katastrophenfalls auch bei der Behörde selbst Kosten an – zum Beispiel für Saugwagen zur Beseitigung von mit Öl verunreinigtem Wasser aus den Kellern, für Container zu Beseitigung von Hochwasserabfällen oder für die Verpflegung von Einsatzkräften, freiwilligen Helfern und Betroffenen.

Da in vielen Fällen noch keine Rechnungen gestellt wurden, können diese Kosten laut Kreiskämmerer Sebastian Seefried noch nicht genau beziffert werden. Man gehe aber mindestens von 250.000 Euro aus. Diese sogenannten außerplanmäßigen Ausgaben genehmigte der Kreisausschuss einstimmig. Inwieweit diese vom Staat übernommen und über den bayerischen Katastrophenschutzfonds erstattet werden, sei noch unklar, so Seefried.

Neben Ausgaben für Dienstleistungen während des Katastrophenfalls sind dem Landkreis auch an anderer Stelle Kosten entstanden: Am Illeraufstieg bei Legau und an der Kreisstraße bei Eldern hat das Hochwasser einen Schaden in Höhe von insgesamt rund 400.000 Euro verursacht. Hier ist dem Kämmerer zufolge mit einer staatlichen Förderung zu rechnen, so dass dem Landkreis nach derzeitigem Stand ein Schaden von rund 100.000 Euro verbleibt.

 

Weitere Themen in Kürze:

  • Ottobeurer Fachstelle weitet Beratungsgebiet auf Bad Wörishofen aus: Bislang gab es in der Region drei Fachstellen für pflegende Angehörige – in Bad Wörishofen, Ottobeuren und Memmingen. Die Fachstelle in Bad Wörishofen stellt ihren Betrieb jedoch aus finanziellen Gründen ein, informierte Sozialamtsleiter Bernhard Sonner im Kreisausschuss. Ab 2025 soll das Gebiet Bad Wörishofen von der Fachstelle in Ottobeuren mitbetreut werden. Hierzu habe sich diese nach Gesprächen mit der Kreisverwaltung bereiterklärt – allerdings unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung gesichert ist und der Landkreis seine Förderung aufstockt. Diesem Vorschlag stimmte das Gremium zu und erhöhte den Zuschuss für die Fachstelle in Ottobeuren jährlich um bis zu 20.000 Euro auf rund 42.000 Euro. Bernhard Sonner wies daraufhin, dass die Fachstellen für pflegende Angehörige trotz des neuen Pflegestützpunkts benötigt werden. Während die Fachstellen für die Beratung der Angehörigen zuständig sind, berät der Pflegestützpunkt rund um die Versorgung der Patienten, so Sonner.
  • Mehr Geld für Schuldnerberatung: Zu den Aufgaben des Landkreises gehört auch die Beratung von Schuldnern. Diese hat der Kreis an die Caritas überbetragen, die dafür seit 2014 jährlich 40.000 Euro erhält. Da der Betrag bislang unverändert blieb, sich der Bedarf aber erhöht hat, passte der Kreisausschuss die Summe nun an. Künftig stellt der Kreis der Caritas 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.