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Memmingen
Samstag. 05. Dezember 2020 / 49

Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen der Kriminalpolizei Neu-Ulm in der Drogenszene

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Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen in den vergangenen Monaten wurde am Mittwoch, 28.10.2020, in Schwaben, Oberbayern sowie im angrenzenden Baden-Württemberg an 18 Örtlichkeiten eine groß angelegte Durchsuchungsaktion im Betäubungsmittel-Milieu durchgeführt.

In den frühen Morgenstunden des 28.10.2020 wurden federführend durch die Kriminalpolizei Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Memmingen sowie mit Unterstützung durch rund 180 Einsatzkräfte insgesamt 18 Wohnobjekte nach Betäubungsmitteln durchsucht. Die Durchsuchungsobjekte erstreckten sich auf die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen, Donau-Ries, Eichstätt, Heidenheim und die Stadt Ulm. Hintergrund für die Maßnahmen war, dass bei 18 beschuldigten Männer im Alter zwischen 20 und 49 Jahren der Verdacht bestand, dass sie in der Vergangenheit zum Teil mehrfach Betäubungsmittel von vier weiteren Hauptbeschuldigten aus dem Raum Günzburg erworben hatten. Die vier Hauptbeschuldigten waren bereits im Juli 2020 nach einer unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmittel aus den Niederlanden vorläufig festgenommen worden. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen waren neben der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm auch Einsatzkräfte von den umliegenden Kriminalpolizeiinspektionen Memmingen, Dillingen und Ingolstadt, der Operativen Ergänzungsdienste Kempten und Neu-Ulm, der Polizeiinspektion Augsburg Ergänzungsdienste, eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Königsbrunn, das Unterstützungskommando Dachau sowie Einsatzkräfte aus dem angrenzenden Baden-Württemberg beteiligt.

Im Rahmen der Durchsuchungen leistete ein 36–jähriger Angehöriger eines Beschuldigten Widerstand, indem er versuchte, die polizeilichen Maßnahmen zu stören und beleidigte dabei mehrfach die eingesetzten Beamten. Der 36-Jährige wurde daher während der Durchsuchungsmaßnahme festgenommen und gefesselt.

Im Ergebnis konnten verschiedenste Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Dabei handelte es sich insgesamt um ca. 70 Ecstasy-Tabletten, ca. 170g Marihuana, ca. 65g psilocybinhaltige Pilze, ca. 30g Kokain, ca. 20g Haschisch sowie geringe Mengen Amphetamin und Heroin und ca. 1kg Streckmittel, das vermutlich für Kokain verwendet werden sollte. Zudem wurden rund 50.000 Euro mutmaßliches Drogengeld, eine PTB-Waffe sowie diverse Datenträger sichergestellt. Alle Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

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