Ulm / Neu-Ulm | Falsche Polizeibeamte aktiv am Telefon

Symbolbild

Aktuell und die gesamten letzte Woche sind Telefonanrufe von Falschen Polizeibeamten bei BügerInnen festzustellen.

So verzeichnete die Polizeiinspektion Neu-Ulm als auch die Polizeieinsatzzentrale in Kempten am Sonntag, 03.11.2019 insgesamt über 25 Betrugsversuche. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Polizeipräsidium Ulm und im Lkrs. Neu-Ulm, auch in Weißenhorn und Illertissen sind Anrufe eingegangen.
In den meisten Fällen wurde vorgetäuscht, dass in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen worden seien. Bei diesen Einbrechern wäre eine Liste mit weiteren möglichen Einbruchsopfer aufgefunden worden. Um Wertgegenstände vor Diebstahl zu schützen, sollten diese Polizeibeamten übergeben und zur Sicherheit in amtliche Verwahrung gegeben werden. Die Angerufenen erkannten die Masche und gingen nicht auf die Gespräche ein bzw. beendeten diese sofort. Die Betrugsmasche ist nicht neu und wird von Betrügern perfide angewandt und fortgeführt.

Die Polizei rät eindringlich zu folgenden Verhaltensweisen:
• Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Vermögensverhältnisse

• Behörden fordern nie auf solche Art und Weise Geld oder Vermögenswerte von Ihnen

• Setzen sie Familienangehörige über diese Vorgehensweisen in Kenntnis

• Informieren Sie bei derartigen Anrufen Ihre Angehörigen

• In Bayern erhalten Sie keine Anrufe von der Notrufnummer 110!

• Rufen Sie bei dem geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110 • Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung

Weitere Präventionshinweise und sonstige Informationen zum Thema „Falsche Polizeibeamte“:

Die äußerst professionellen und sehr sprachgewandten Anrufer stellen sich als Polizeibeamte, oder auch andere behördliche Vertreter vor. Durch geschickte Manipulation und wiederholte, teils über Wochen dauernde Kontaktaufnahme gelingt es ihnen, ein starkes Vertrauensverhältnis zu ihren Opfern aufzubauen. Um sich zu legitimieren wird das Opfer teils aufgefordert bei der örtlichen Polizeidienststelle zurückzurufen. Der Täter täuscht dann durch das Einspielen eines Freizeichens vor, dass die Verbindung unterbrochen wurde, obwohl diese noch weiter besteht. Wenn das Opfer nun die Nummer der örtlichen Polizei oder die 110 wählt, wird keine neue Verbindung aufgebaut. Stattdessen täuscht derselbe Täter oder ein Komplize vor, den Anruf als „richtige Polizei“ wieder anzunehmen.

Wichtiger Hinweis: Trennen Sie die Verbindung durch Auflegen und wenden sie sich an die Notrufnummer 110, wenn möglich von einem anderen Telefon. Lassen Sie sich nicht verbinden!

Die im Telefondisplay der Angerufenen angezeigte Rufnummer kann von den Tätern über eine Software manipuliert werden. Im Falle falscher Polizeibeamter wird teils die Rufnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die örtliche Vorwahl in der Verbindung mit der 110 angezeigt. Die Anzeige einer bekannten Rufnummer ist also kein Grund für falsches Vertrauen.