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Samstag. 06. März 2021 / 09

Türe zugefallen: Was Sie jetzt selbst tun können

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Sich selbst auszusperren kann in einem kurzen, unachtsamen Moment äußerst schnell passieren. Vielleicht sollte nur kurz der Briefkasten geleert oder die Einkäufe aus dem Auto geholt werden – schon ist die Tür zugefallen.

Natürlich kann ein seriöser Schlüsseldienst in der Nähe im Notfall schnelle Hilfe leisten, wenn die Tür zugefallen ist, der Schlüssel allerdings noch von innen im Schloss steckt. Bevor der Fachmann gerufen wird, können Betroffene allerdings auch erst einmal selbst versuchen, wieder in die Wohnung zu gelangen. Wie das funktioniert, erklärt der folgende Artikel.

Der Zweitschlüssel

Der Anruf beim Schlüsseldienst muss nicht zwingend sofort getätigt werden. Die Haustür kann nämlich in vielen Fällen auch eigenständig wieder geöffnet werden.

Dazu werden Gebrauchsgegenstände des Alltags genutzt, die entweder am Körper getragen oder als Vorsichtsmaßnahme bereits im Vorfeld bei den Nachbarn, in der Garage oder dem Gartenhaus deponiert werden können.

Die schnellste und auch offensichtlichste Methode, um wieder in die Wohnung zu gelangen, bildet natürlich der Zweitschlüssel. Es ist empfehlenswert, ein zweites Exemplar des Wohnungsschlüssels bei Freunden oder Nachbarn zu hinterlegen, die in der Nähe wohnen und so schnell erreicht werden können. Falls kein enger Kontakt zu den Nachbarn besteht oder die Freunde zu weit entfernt wohnen, kann auch ein Schlüsseltresor im Außenbereich sicherstellen, dass stets ein Ersatzschlüssel greifbar ist.

Von dem Verstecken des Zweitschlüssels unter dem Blumentopf oder der Fußmatte ist in jedem Fall abzuraten, da diese beliebten Verstecke auch unter Einbrechern bestens bekannt sind. Ein Zweitschlüssel bringt darüber hinaus im Fall, dass der Schlüssel von innen in der Wohnungstür steckt, nur dann den gewünschten Nutzen, wenn eine Gefahren- und Notfunktion vorhanden ist. Dann ist es möglich, das Schloss zu öffnen, auch, wenn bereits ein Schlüssel von der anderen Seite in ihm steckt.

Plastikkarte zur Türöffnung

Die Plastikkarte kann zur Öffnung der Tür nur dann verwendet werden, wenn diese nicht mit einem Schlüssel abgeschlossen wurde. Als Plastikkarte eignet sich ein laminiertes Stück Papier oder eine Kundenkarte. Die Bankkarte sollte niemals verwendet werden, da es zu einem Verkratzen des Chips kommen kann und die Karte so ihre Funktion verliert.

Die Plastikkarte muss in den Spalt zwischen Türrahmen und Tür geschoben werden. Dafür ist ein wenig Druck erforderlich, denn die Karte muss sich leicht biegen, damit sie um die Ecke greifen kann. Sobald die Schlossfalle in Form eines Widerstandes gespürt werden kann, muss diese nach innen gedrückt werden. Die Schlossfalle liegt circa zwei bis drei Zentimeter über dem Türgriff oder direkt auf seiner Höhe.

Es können durchaus einige Versuche nötig sein, bis sich die Tür so endlich öffnet. Sinnvoll ist es, den Vorgang bereits ein paar Mal zu üben, bevor der Notfall wirklich eintritt.

Falls keine passende Plastikkarte zur Hand ist, kann auch eine möglichst dünne Plastikflasche genutzt werden, um nach dem gleichen Prinzip vorzugehen. Dazu muss sowohl der Boden als auch der obere Teil der Flasche mit einer Schere abgetrennt werden. Das übriggebliebene Stück wird dann so zugeschnitten, dass es die passende Größe hat, um in den Spalt zwischen der Tür und ihrem Rahmen geschoben zu werden.

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