Trauer und Bestürzung nach Tod von "FAZ"-Mitherausgeber Schirrmacher

Berlin – Mehrere Politiker haben mit Trauer und Bestürzung auf den Tod von Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, reagiert. „Mit Frank Schirrmacher verliert unser Land einen herausragenden Journalisten und Publizisten. Als Herausgeber hat er die Entwicklung der `Frankfurter Allgemeinen Zeitung` nachhaltig geprägt, wichtige Innovationen auf den Weg gebracht und viele junge Talente gefördert“, schrieb Bundespräsident Joachim Gauck in einem Kondolenzschreiben an die Witwe Schirrmachers.

„Er hat maßgebliche Debatten zu zentralen Zukunftsfragen unseres Landes angestoßen. Bei mancher Zuspitzung speiste sein Urteil sich stets aus umfassender Sachkenntnis, einem wachen historischen Bewusstsein und einer Grundhaltung der Humanität. Die Stimme der Vernunft, die Frank Schirrmacher in vielen Debatten verkörperte, wird uns fehlen.“ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erklärte, der Tod von Schirrmacher habe ihn „tief bestürzt“. „Er hat in seiner Zeitung und im deutschen Feuilleton wichtige gesellschaftspolitische Debatten angestoßen. Wie nur wenige hat er engagiert für seine Überzeugungen gestritten und dabei die Gabe gehabt, zutiefst politisch zu denken und zuzuspitzen, ohne zu verletzen“, so Steinmeier. FDP-Chef Christian Lindner sagte, Schirrmacher sei einer „der interessantesten Gesprächspartner in unserem Land“ gewesen. „Mit ihm verliert Deutschland einen seiner profiliertesten Journalisten, bedeutendsten Vordenker und klügsten Köpfe.“ Der SPD-Politiker Martin Schulz sagte, Schirrmacher sei ihm ein „guter Freund“ gewesen, „dessen Verlust eine große Lücke hinterlässt“. „Frank Schirrmacher war ein großer Vertreter eines wertegeleiteten republikanischen Humanismus und ich empfinde tiefe Dankbarkeit mit ihm freundschaftlich verbunden gewesen zu sein.“ Der „FAZ“-Mitherausgeber und Publizist war am Donnerstag im Alter von 54 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Über dts Nachrichtenagentur

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