Die FIFA Weltmeisterschaft 2026 steht unmittelbar bevor. Mit 48 Mannschaften aus aller Welt – so vielen wie nie zuvor – richtet sich der fußballerische Fokus auf den nordamerikanischen Kontinent, wo die Spiele in Kanada, den USA und Mexiko ausgetragen werden.
Die Schweiz nimmt zum rekordverdächtigen sechsten Mal in Folge an einer Weltmeisterschaft teil. Die „Nati“ reist mit einem starken Kader zum Turnier und hofft, endlich den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen, dem sie seit Jahrzehnten hinterherjagt.
Da die WM nun kurz bevorsteht, die finalen Kader zusammengestellt werden und die Fans bereits nach den besten WM 2026 Tipps suchen, folgt hier eine detaillierte Analyse der Schweizer Gegner in der Gruppe B. Wir beleuchten, welche Gefahren sie für die Eidgenossen darstellen und wie die Chancen stehen, dass die Schweiz die Gruppenphase übersteht.
Die Schweizer Gegner in der Gruppe B: Statistiken, Prognosen, Analyse
Katar
Das erste WM-Spiel der Schweiz, das im Levi’s Stadium in der San Francisco Bay Area ausgetragen wird, findet gegen Katar statt. Nachdem die Katarer als Gastgeber des letzten Turniers 2022 automatisch qualifiziert waren, ist dies nun die erste Weltmeisterschaft, für die sich die Mannschaft sportlich qualifiziert hat. Das Team präsentiert sich in deutlich besserer Verfassung als noch vor vier Jahren, als das Heimturnier mit drei Niederlagen und lediglich einem geschossenen Tor endete.
Unter der Leitung des ehemaligen spanischen Nationaltrainers und Real-Madrid-Coaches Julien Lopetegui hat sich die Mannschaft das WM-Ticket absolut verdient. Dennoch gelten sie auf dem Papier als das schwächste Team der Gruppe. Eine Handvoll Qualitätsspieler im Kader reicht schlichtweg nicht aus, um mit dem internationalen Format der anderen Mannschaften mitzuhalten.
Sie werden taktisch und physisch zweifellos gut eingestellt sein, dürften der technischen Klasse der Schweizer Auswahl jedoch kaum gewachsen sein.
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina, ein weiteres Team, das erst vor seiner zweiten WM-Teilnahme steht, sicherte sich das Ticket auf dramatische Art und Weise: Nach einem späten Ausgleich in der Nachspielzeit gegen Wales bezwangen sie im Play-off-Finale Italien im Elfmeterschießen. Im Sturmzentrum agiert weiterhin der mittlerweile 40-jährige Edin Džeko – das letzte Aufbäumen von Bosniens goldener Generation.
Kurioserweise wurde ihr neuer Jungstar, Esmir Bajraktarević, in Wisconsin geboren und wuchs in Massachusetts auf, bevor er sich 2024 dazu entschied, künftig für Bosnien und Herzegowina aufzulaufen. Für die Schweiz sollte dies eine weitere vergleichsweise machbare Aufgabe darstellen. Die Bosnier haben allein mit der Qualifikation ihr Potenzial bereits übertroffen; ein Angriff auf die Tabellenspitze der Gruppe B scheint für diese Mannschaft jedoch eine Nummer zu groß.
Kanada
Gastgeber Kanada wird der letzte Gruppengegner der Schweiz sein. Die Partie findet vor heimischer Kulisse im BC Place in Vancouver statt. Die Kanadier rechnen sich durchaus Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Phase aus, insbesondere mit den euphorischen Fans im Rücken. Zudem verfügen sie mit Spielern wie Alphonso Davies und Jonathan David über absolute internationale Klasse auf europäischem Top-Niveau.
Kanadas größtes Problem ist derzeit jedoch die Verletzungsgefahr. Alphonso Davies hat die gesamte Saison über mit Blessuren zu kämpfen und könnte aufgrund eines Muskelfaserrisses ausfallen. Auch andere Stammspieler litten in dieser Spielzeit verletzungsbedingt unter mangelnder Spielpraxis. Mit Jesse Marsch steht zwar ein solider und erfahrener Trainer an der Seitenlinie, doch das Team wird einiges an Glück benötigen, um die Schweiz ernsthaft fordern zu können.



