Russische Bank entscheidet sich für Krypto

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Große Finanzinstitute haben in den letzten Jahren ihre Sichtweise auf Kryptowährungen deutlich verändert. Während sie früher eher zurückhaltend waren, entscheiden sie sich inzwischen immer häufiger dafür, ihren Kunden Zugang zu kryptobezogenen Produkten zu ermöglichen. Das sehen wir beispielsweise häufig in den Vereinigten Staaten – aber jetzt gibt es auch wieder ein Beispiel aus Russland. Dort hat eine der größten Banken, nämlich Sber, ein Finanzprodukt auf den Markt gebracht, das sowohl an den Bitcoin-Preis als auch an den Wechselkurs zwischen US-Dollar und dem russischen Rubel gekoppelt ist. Das zeigt, dass digitale Vermögenswerte eine immer wichtigere Rolle in traditionellen Finanzsystemen spielen.

Ein neues Anlageprodukt für Kunden

Sber hat diese Krypto-Anleihe auf einem sogenannten Over-the-Counter-Markt eingeführt. Sie richtet sich nicht an Anfänger, sondern an erfahrene Anleger. Der Wert des Produkts wird durch den Bitcoin-Kurs und den Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Rubel bestimmt. Ein Vorteil für Kunden von Sber ist, dass sie von Kursbewegungen profitieren können, ohne selbst Bitcoin besitzen zu müssen. Alle Transaktionen entsprechen den russischen Vorschriften. Kunden sind somit nicht auf unregulierte Exchanges oder externe Wallets angewiesen.

Neue Regulierung durch die russische Zentralbank

Die Initiative von Sber kommt nicht aus heiterem Himmel. Ende Mai wurden Änderungen in der Politik der russischen Zentralbank vorgenommen. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Finanzinstitute nun kryptobezogene Anlageprodukte für anerkannte Anleger anbieten. Eine der Bedingungen lautet, dass Banken nicht direkt Kryptowährungen anbieten dürfen. Doch die Initiative von Sber erfüllt alle Anforderungen. Die Bank hat außerdem angekündigt, auch an einem Bitcoin-Future zu arbeiten. Laut den krypto nachrichten ist möglicherweise sogar eine Börsennotierung an der Moskauer Börse in Planung. Das würde für mehr Transparenz sorgen und das Kryptoprodukt deutlich zugänglicher machen.

Andere russische Banken ziehen nach

Sber ist nicht die einzige Bank in Russland, die sich mit Krypto beschäftigt. So hat inzwischen auch T-Bank ein vergleichbares Produkt eingeführt. Sie sprechen von einem „Smart Asset“, das an den Bitcoin-Kurs gekoppelt ist und über den Dienst Atomyze ausgegeben wird. Übrigens steigt auch die Nachfrage nach solchen Produkten stark an. Laut der Zentralbank besitzen russische Bürger Kryptowährungen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. In diesem Jahr ist der Zufluss auf Exchanges um 50 Prozent gestiegen. Das zeigt deutlich, wie groß das Interesse an Krypto in Russland ist.

Ein weltweit sichtbarer Trend

Dass große Banken wie Sber kryptobezogene Produkte anbieten, ist Teil eines größeren Trends, der in vielen Ländern sichtbar ist. Immer mehr Finanzinstitute unternehmen Schritte, um ihren Kunden den sicheren Zugang zu Krypto zu ermöglichen. Das zeigt auch, dass Krypto zunehmend ein Bestandteil der traditionellen Finanzinfrastruktur wird. Und das sorgt wiederum für eine breitere Akzeptanz.

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