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Mittwoch. 06. Juli 2022 / 27

Evolution der Spielautomaten. Wo spielen die Spieler heutzutage?

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Der Schauplatz ist der sogenannte Old Wild West. Ein Saloon, Männer mit Schnauzbärten, typischen Cowboystiefeln, ein oder zwei Revolver im Pistolengürtel und ein Glas Bourbon in der Hand. Das Klischee überhaupt. Wir befinden uns am Ende des 19. Jahrhunderts und die Brüder Caille aus den Vereinigten Staaten, erfinden den ersten Spielautomaten der Welt. Es handelt sich um die legendäre Black Cat.

Wer weiß ob sich die Caille Brüder dessen bewusst waren, was für eine unglaubliche Erfindung sie entwickelt hatten und wie diese die Gesellschaft verändert hätte. Bleiben wir doch ein Augenblick im Wilden Westen. Kaum kam die Slotmachine auf den Markt, schon bekam diese, bis heute andauernden Spitznamen: Der einarmige Bandit. Wieso? Ganz einfach, weil die Black Cat zu ihrer Zeit, und alle Spielautomaten die später entwickelt wurden, normalerweise den Spieler wie es ein Bandit machen würde, abzocken.

Wenige Jahre später, es ist umstritten welches Jahr genau, doch mit Sicherheit vor der Jahrhundertwende, entwarf Charles August Fay, der unter anderem ein deutscher Landsmann (aus Vöhringen) war, die berühmte Liberty Bell.

Die Erfindung von ihm war, wie sooft, fast zufällig. Fay witterte nicht die lukrative Situation und gab seiner Erfindung kein Markenzeichen. Anfang 1900 registrierte Herbert Stefan Mill, aus Detroit, dann die Marke und die Massenproduktion konnte so langsam ihren Lauf nehmen.

Nach diesem geschichtlichen Abriss ist es nun Zeit zu erklären wie diese Spielautomaten funktionierten. Die Maschine hatte ein “3-Walzen-Spielsystem”. Mit dem Arm zog man am Hebel der so die Walzen in Bewegung setzte. Um zu gewinnen, mussten und müssen heutzutage noch, die Symbole oder Figuren die auf der Walze abgebildet sind, identisch sein. Zu jener Zeit waren diese Maschinen noch hundertprozentig mechanisch hergestellt. Heute sind die Slotmachines die man auf aller Welt findet, hauptsächlich computergesteuert, und es gibt keine Walzen wie früher, sondern wurden diese ganz einfach durch einen Bildschirm ersetzt. Es kann natürlich vorkommen, dass man auf Old School Maschinen stößt, aber dies ist eher selten.

In Deutschland wurden analoge Maschinen von der Firma Max Jentzsch & Meerz produziert. Diese Firma, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gegründet wurde, und ihren Sitz in Leipzig hatte, existiert leider heute nicht mehr. Daher, dürfen sich diejenigen die einen solchen Apparat besitzen, sehr glücklich schätzen, denn solche Geräte sind regelrechte Sammlerstücke.

In den sogenannten “Goldenen Zwanziger”, waren diese in Berlin der Hit überhaupt.

In den Vereinigten Staaten hingegen, wurden die Spielautomaten während der Prohibition von Alkohol, noch populärer und schufen so den großen Durchbruch.

Immer mehr Unternehmen begannen Slotmachines zu produzieren. Der Profit war groß, ein Millionengeschäft wie viele es träumen.

Im Laufe der Zeit hat sich diese Branche weiterentwickelt. In den 80’er Jahren kam zum Beispiel das berühmte Spiel Pac-Man auf den Markt. Das aus Japan stammende Spiel wurde in sehr kurzer Zeit zum Hit. Die Etymologie des Namens Pac-Man stammt aus dem japanischen  pakupaku, d.h. den Mund auf und zu machen. Auch dank dieses Videospiels begann dann die glorreiche Ära der Arcade-Spiele.

Harry Mabis patentierte nach dem zweiten Weltkrieg den weltweit berühmten Flipper. Etwas ähnliches gab es schon im 18. Jahrhundert. Das Konzept blieb ungefähr immer dasselbe. Ein Tischkasten, mit schräg gebauter Anhöhe, auf der Seite zwei Buttons mit dem der Spieler zwei Hebel bedient, die den Ball nicht abrollen lassen dürfen.

Doch zurück zu den Slotmaschinen. Heute kann man diese wie früher, in Bars, Kneipen und selbstverständlich in Spielhallen finden.

Die Entwicklung der Technologie und des Internets, gibt heute die Möglichkeit auch von zu Hause aus zu spielen. Klar, die Magie, wie man sie von den ersten Maschinen die vor circa hundert Jahren auf den Markt kamen kennt, geht somit verloren. Auf der anderen Seite hat dieses zweifellos auch ein Pro. In der “Corona-Zeit” dann sowieso. Immer und ganz gemütlich spielen zu können. Zum Beispiel können Sie Online Spielautomaten um echtes Geld auf Gamblorium spielen

Das Wichtigste ist, nicht süchtig zu werden, denn es geht nicht darum, zu gewinnen, sondern darum, mitzumachen.

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