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Samstag. 28. Mai 2022 / 21

Glücksspielanbieter 888 stellt seine neue Markenstrategie vor

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888 möchte seine Präsenz weiter ausbauen und gleichzeitig alle Marken unter einem Dach vereinen. Wir haben alle Details zur geplanten Strategie.

Eine einheitliche Markenstrategie soll es nun geben, hat der Online-Glücksspielanbieter 888 kürzlich angekündigt. Das Ziel wird es sein, alle Marken unter einem Dach zu vereinen. Wir haben uns alle Details zur neuen Strategie angesehen.

Alle Glücksspielbereiche werden zusammengeführt

Kürzlich stellte 888 seine erste globale Master-Brand-Strategie vor, die zum ersten Mal die Bereiche Online Casino, Sportwetten und Poker in einer Gruppe vereinen soll. Das Ganze nennt sich „Made to Play“ und knüpft an die gleichnamige Markenstrategie von 888poker an, die im Oktober 2020 eingeführt und als Poker-Marketingkampagne des Jahres gekürt wurde.

Diese kürzlich angekündigte Markenstrategie wird in der Hoffnung gestartet, die Präsenz in Deutschland, den Niederlanden und Ontario auszuweiten, da man davon ausgeht, dass die bereits bestehenden Geschäfte in anderen Ländern wie Großbritannien ein Plateau erreichen. Darüber hinaus wäre es ein kluger Schachzug, dem potenziellen neuen Kundenstamm einige der besten Casino-Boni im Vergleich zur Konkurrenz anzubieten, um die Expansionsmöglichkeiten in diesen neuen Märkten zu erhöhen.

Multi-Channel-Marketingkampagne geplant

Der Konzern 888 unterstützt sein Vorhaben mit einer Multi-Channel-Marketingkampagne, welche am 11. März startete. Die Werbestrategie umfasst auch Werbespots, die im Fernsehen, in den sozialen Medien und auf Video-on-Demand-Kanälen erscheinen. Erst einmal möchte man sich dabei auf Großbritannien konzentrieren. Später soll die Kampagne dann auf weitere Länder ausgeweitet werden. Auch die Untermarken von 888 werden im Laufe des Jahres mit eigenen Made to Play-Kampagnen an den Start gehen, sodass wir hier noch einiges von dem Unternehmen erwarten können.

Sivan Finn Shalev, der Vice President des Strategic Marketing-Bereichs bei 888 bezeichnete den Start der Made to Play-Mastermarkenstrategie als einen wichtigen Schritt für das Unternehmen. So habe man laut Shalvey die Möglichkeit, jede starke Marke, die das Unternehmen im Laufe der Jahre aufgebaut habe, unter einer allgemeingültigen Botschaft zu vereinen. Diese Botschaft soll dabei also ganz klar zeigen, wie sich der Konzern von anderen Marken in der Branche abhebt und die Konkurrenz vielleicht sogar hinter sich lässt – und warum es so viele Glücksspieler gibt, die sich für Produkte von 888 entscheiden.

Kürzlich hat 888 einen Umsatzanstieg von rund 15,4% verzeichnet, was einen Umsatz von 980,1 Millionen US-Dollar bedeutet. Das Unternehmen bereitet sich auf die Übernahme der nichtamerikanischen Vermögenswerte von William Hill vor und geht davon aus, dass dies im zweiten Quartal des Jahres abgeschlossen sein wird.

In einer Telefonkonferenz, die nach Ankündigung der Ergebnisse und neuen Strategie stattfand, erklärte 888, dass man hofft, in Europa künftig noch bekannter zu werden. Deutschland und die Niederlande sind dabei wichtige Zielmärkte für das Unternehmen. Außerhalb von Europa möchte man außerdem in Ontario seinen Bekanntheitsgrad steigern. Denn obwohl der Konzern auf der Überholspur ist, stagnieren einige Märkte. Großbritannien ist zum Beispiel ein wichtiger Markt für 888, doch der Markt scheint langsam abgegrast. Die Geschäfte laufen weiterhin gut, doch 888 möchte mehr.

Geschäftsführer Itai Pazner zeigte sich in der Telefonkonferenz optimistisch. Er sagte, dass man in den angestrebten Märkten bereits Erfahrungen hätte sammeln können. Spieler kennen die Marke schon, eine Markenpräsenz ist also bereits vorhanden. Außerdem habe das Unternehmen laut eigenen Aussagen die Expertenteams und das Marketingmaterial, um die Geschäfte erfolgreich auszubauen. Das Unternehmen hat also alles, was nötig ist, um die auserkorenen Länder zu wichtigen Teilen ihres Portfolios zu machen.

888 kassierte Geldstrafe in Großbritannien

Obwohl es mit dem Glücksspielgeschäft eigentlich gut läuft, ist auch 888 nicht vor Strafen gefeit. Die Regulierungen werden zunehmend strenger. Besonders in Großbritannien, wo 888 eigentlich fest zur Glücksspielwelt dazugehört, geht man mittlerweile strenger gegen Anbieter vor, die Spieler nicht ausreichend schützen und sich nicht an Geldwäschegesetze halten. Das hat nun auch 888 zu spüren bekommen: Anfang März gab die UK Gambling Commission bekannt, dass sie gegen 888 UK Limited eine Geldstrafe in Millionenhöhe verhängt habe. Der Grund: Das Unternehmen hat gegen Lizenzbedingungen und Verhaltenskodizes verstoßen. 888 hat in diesem Fall mit seinen Praktiken zur Bekämpfung von Geldwäsche sowie der sozialen Verantwortung versagt. Das war nicht das erste Mal, dass 888 abgemahnt wurde. Bereits im Jahr 2017 gab es eine Geldstrafe in Höhe von 7,8 Millionen Pfund, weil das Unternehmen es versäumt hatte, schutzbedürftige Kunden auch wirklich zu schützen.

Es ist davon auszugehen, dass auch andere Glücksspielbehörden künftig härter durchgreifen werden. Wie es um die Niederlande und Deutschland steht, ist momentan noch ungewiss. In jedem Fall muss sich 888 seiner sozialen Verantwortung bewusstwerden, denn Glücksspielsucht bleibt überall auf der Welt ein wichtiges Thema. Auch Geldwäsche ist in Europa ein großes Problem, zu dem Glücksspielkonzerne beitragen. 888 scheint sich also nicht vor dem Ausbau der Markenpräsenz zu scheuen und setzt weiterhin auf Wachstum, doch wünschenswert wäre, auch dem Spielerschutz und den Lizenzvereinbarungen ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken. Wer hierzulande auf Produkte von 888 zugreifen möchte, kann sich zumindest eigene Limits einstellen und bei Bedarf von den Glücksspielseiten sperren lassen. Sollte man ein Problem mit Glücksspielen bei sich oder Bekannten vermuten, finden sich auf Seiten wie Check Dein Spiel Hilfsangebote.

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