Studie: Luftverkehrssteuer treibt Geschäftsleute in die Bahn

ICE der Deutschen Bahn in Berlin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: ICE der Deutschen Bahn in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die seit Anfang 2011 erhobene Luftverkehrssteuer sorgt einer Studie zufolge dafür, dass Unternehmen ihre Beschäftigten für Reisen seltener fliegen lassen. Für 39,2 Millionen Reisen stiegen 2013 Beschäftigte im Dienste ihres Arbeitgebers in ein Flugzeug – das waren fast zwei Millionen weniger als im Vorjahr, so Zahlen der aktuellen Marktstudie des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR). „Besonders auf Inlandsstrecken hat es eine Verlagerung der Geschäftsreisen vom Flug auf die Bahn gegeben“, kommentierte VDR-Präsident Dirk Gerdom gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Mittwochsausgabe) die Entwicklung.

Seit 2010, dem Jahr vor Einführung der Steuer, seien die Ausgaben der deutschen Wirtschaft für Bahnreisen von 7,2 Milliarden auf 8,9 Milliarden Euro gestiegen, hieß es weiter. Die Ausgaben für Flüge seien derweil lediglich um 200 Millionen auf zuletzt 12,4 Milliarden Euro gewachsen. Für die Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wird, sind 800 Reiseverantwortliche aus der Wirtschaft in der Bundesrepublik befragt worden.

Über dts Nachrichtenagentur

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