Steinmeier nennt Präsidentschaftswahl in Afghanistan "ermutigend"

Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Kabul – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Präsidentschaftswahl in Afghanistan als ermutigendes Zeichen für die Entwicklung des Landes gewertet. „Selbstverständlich ist nicht alles gut in Afghanistan“, sagte der SPD-Politiker der „Welt am Sonntag“. „Aber wir sollten auch Veränderungen zum Besseren wahrnehmen. Es ist doch ermutigend, dass in Afghanistan gerade eine Präsidentschaftswahl stattfindet.“

Den ersten Wahlgang bezeichnete Steinmeier als gelungen. Auch in der Stichwahl seien viele Menschen zu den Urnen gegangen. Beide Kandidaten, Abdullah Abdullah und Aschraf Ghani Ahmadsai, fänden Anerkennung über die Grenzen ihres Landes hinaus. „Beiden kann man zutrauen, dass sie die sicher nicht einfache Übergangszeit nach dem Ende des Isaf-Einsatzes hinbekommen“, sagte Steinmeier. Die Entwicklung Afghanistans sei nicht mit dem Irak vergleichbar. Der Außenminister bekräftigte, dass die Bundeswehr wie geplant aus dem Land am Hindukusch abziehen werde. „Der Abzugsfahrplan steht“, sagte er. „Die Planungen für unser Engagement ab 2015 laufen.“ Gemeinsam mit den Partnern würden alle notwendigen Entscheidungen getroffen. „Dazu gehört auch der rechtliche Status unserer Soldaten in der Folgemission Resolute Support“. Beide Kandidaten für das Präsidentenamt stünden im Wort, hier gleich nach Amtsantritt zu handeln.

Über dts Nachrichtenagentur

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