Kritik an milliardenschwerem Steuervorteil
Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer für gastronomische Betriebe sorgt für heftige Kritik. Laut foodwatch profitieren davon vor allem große Fast-Food-Konzerne: Allein McDonald’s spare durch die Steuererleichterung rund 140 Millionen Euro pro Jahr, die gesamte Branche sogar bis zu 500 Millionen Euro. „Während Kitas, Schulen und Krankenhäuser sparen müssen, gibt es Pommes und Burger auf Staatskosten“, so foodwatch-Geschäftsführer Dr. Chris Methmann.
Vorwurf: Nähe zwischen Union und Gastro-Lobby
foodwatch verweist auf enge Verbindungen zwischen CDU/CSU und der Gastro-Lobby. Bereits im Wahlkampf hatten sich Spitzenpolitiker wie Friedrich Merz und Markus Söder öffentlich mit McDonald’s gezeigt. Zudem habe die CDU Großspenden aus der Branche erhalten, während der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) seit Langem die Steuersenkung forderte. „Die Union revanchiert sich bei der Gastro-Lobby für Wahlkampfunterstützung und Parteispenden“, so Methmann.
Alternative: Steuerfreiheit für Obst und Gemüse
Als Gegenmodell fordert foodwatch eine Steuerpolitik, die gesunde Ernährung fördert: Steuerbefreiung für Obst und Gemüse sowie höhere Steuern auf Fleisch und Milchprodukte. Studien des staatlichen Thünen-Instituts zufolge ließen sich dadurch jährlich 20.000 ernährungsbedingte Todesfälle verhindern, 19 Millionen Tonnen CO₂ einsparen und 5,5 Milliarden Euro Umwelt- und Gesundheitskosten reduzieren.








