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Mittwoch. 07. Dezember 2022 / 49

Nachfrage nach angepassten Impfstoffen bricht ein

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesweit ist die Zahl der Bestellungen von Impfstoffen, die an die frühe BA.1-Variante von Omikron angepasst sind, eingebrochen. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung mitteilte, wurden für die laufende Woche lediglich 127.000 solcher Dosen von Biontech und Moderna von den Ärzten bestellt, schreibt die „Welt am Sonntag“. Für die Vorwoche waren es noch 1,2 Millionen – damals war der Impfstoff gegen das aktuell in Deutschland dominierende BA.4/5 noch nicht verfügbar, genau wie eine Woche davor, als sogar 1,6 Millionen Dosen geordert worden waren.

„Das Gesundheitsministerium wollte offenbar so früh wie möglich mit der Impfkampagne anfangen und sicherte sich daher schnell den schon früher verfügbaren BA.1-Impfstoff“, sagte Dominik Stillfried, Vorsitzender des Zentralinstituts der Zeitung. Dabei war die Eile aus Sicht der Kassenärzte gar nicht nötig. „Es hätte absolut gereicht, erst im Oktober mit dem Impfen anzufangen – wie auch bei der Grippeschutzimpfung“, so Stillfried. Er räumt allerdings ein, es sei schwierig abzusehen gewesen, wann der Impfstoff gegen BA.4/5 tatsächlich zugelassen und verfügbar sein würde. „Minister Lauterbach hat auf maximale Sicherheit gesetzt.“ Doch auch die Bestellungen der jüngsten Impfstoffe nehmen inzwischen wieder ab. In der laufenden Woche wurden davon noch gut eine Millionen Dosen ausgeliefert. Für die kommende Woche bestellten die Ärzte allerdings weniger als 700.000 Dosen. Die nachlassenden Bestellungen hingen zum Teil mit dem Feiertag am Montag zusammen, erläuterte Stillfried. Grundsätzlich sei aber die geringe Nachfrage der Patienten ausschlaggebend. „Sehr viele Menschen haben sich dieses Jahr infiziert, benötigen zurzeit also gar keine Impfung“, sagte Stillfried. Zudem empfehle die Ständige Impfkommission (Stiko) die vierte Impfung lediglich für Risikogruppen.

Impfampulle von Moderna, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Impfampulle von Moderna, über dts Nachrichtenagentur