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Freitag. 03. Dezember 2021 / 48

Sonthofen | Mann (81) von Lieferwagen überrollt

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Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montagvormittag, 18.10.2021, gegen 11:00 Uhr, in Sonthofen.

Ein 31-jähriger Fahrer eines Paketdienstes fuhr, nachdem er im Krankenhaus Sonthofen etwas geliefert hatte, mit seinem Mercedes Sprinter rückwärts, um zu wenden und dann wieder vorwärts auf die Oberstdorfer Straße hinauszufahren. Während dem Rückwärtsfahren merkte er plötzlich eine ungewöhnliche Bewegung an seinem Fahrzeug und hörte, wie mehrere Leute schrien. Was er nicht bemerkt hatte, war, dass er gerade einen sich hinter dem Fahrzeug befindlichen 81-jährigen Mann übersehen und umgefahren hatte. Er war ihm dabei über beide Beine gefahren. Der Fahrer des Lieferwagens stieg aus und begab sich an der Fahrerseite entlang bis hinter das Fahrzeug. Nachdem er nichts gesehen hatte, stieg er in sein Gefährt ein und lenkte wieder vorwärts. Hierbei fuhr er dem alten Mann, welcher zwischen den Vorder- und Hinterreifen auf der Beifahrerseite lag, noch einmal über die Beine. Erst dann realisierte er, was passiert war.

Zwischenzeitlich hatten Zeugen bereits im Krankenhaus anwesendes medizinisches Personal geholt, welches sofort Erste-Hilfe leistete. Ein trotzdem noch hinzugerufener Notarzt setzte anschließend die Behandlung fort. Der Mann wurde nach der Stabilisierung mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Kempten geflogen. Bei Erstellung dieses Presseberichts bestand noch Lebensgefahr. Bei der Unfallaufnahme konnte der Paketfahrer nur ein Schreiben des Landratsamtes Unterallgäu vorweisen, welches bestätigt, dass sein moldawischer Führerschein derzeit beim Umschreiben liegt. Da der Mann jedoch bereits seit Juli 2020 in Deutschland wohnt, dürfte er bis zur Erteilung eines deutschen Führerscheins mit diesem moldawischen Führerschein hier kein Fahrzeug mehr lenken. Nach seinen Angaben war ihm dies bewusst, aufgrund persönlicher Probleme habe er es jedoch trotzdem getan.

Die Unfallaufnahme wurde durch Polizeikräfte aus Kempten unterstützt, welche im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit einer Drohne Übersichtsaufnahmen machen konnten.

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