Sechs verletzte Polizisten nach Verfolgungsjagd in Schweinfurt

Polizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Schweinfurt – Bei einer Verfolgungsjagd im bayerischen Schweinfurt sind am frühen Samstagmorgen sechs Polizisten verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Streifenbesatzung gegen halb fünf Uhr morgens ein Fahrzeug mit fehlendem Kennzeichen bemerkt, dessen Fahrer offensichtlich mit dem Handy telefonierte. Die Beamten folgten dem Auto.

Der 19-jährige Fahrer gab kurz darauf Vollgas und beschleunigte auf über 100 Stundenkilometer, verlor dann in einer Kurve die Kontrolle über das Auto und kam nach einer 180-Grad-Drehung entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Als die Beamten den jungen Mann am Weiterfahren hindern wollten, indem sie versuchten, durch ein geöffnetes Fenster den Schlüssel abzuziehen, fuhr dieser rückwärts davon. Dabei wurden die Polizisten auf beiden Seiten des Pkw mitgeschleift und dann vom Auto wieder weggeschleudert. Eine zweite Streifenbesatzung nahm die weitere Verfolgung auf und entdeckte das Auto mit Totalschaden an einer Mauer. Der 19-Jährige, der die Flucht zu Fuß fortgesetzt hatte, konnte schließlich festgenommen werden. Noch bevor er in den Streifenwagen gesetzt wurde, trat er dann plötzlich mit voller Wucht eine Diensthundeführerin der Polizei in den Bauch, so die Beamten weiter. Insgesamt seien bei der Festnahmeaktion sechs Polizeibeamte verletzt worden. Drei von ihnen hätten kurzzeitig zur Behandlung ins Krankenhaus gemusst. Im Pkw des polizeibekannten 19-Jährigen seien über 100 Gramm Rauschgift entdeckt worden, hieß es.

Über dts Nachrichtenagentur

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