Schwaben Süd/West | Über 1 000 Fahrverbote wegen Geschwindigkeitüberschreitungen im Mai von der Polizei verhängt

Enforcement Trailer an der Autobahn – Foto: Polizei

Mit einer Geldstrafe kommen längst nicht mehr so viele Fahrer bei Geschwindigkeitsverstößen davon: Deutlich mehr Fahrverbote wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden seitdem der neue Bußgeldkatalog Ende April 2020 in Kraft trat verhängt.

Seit dem 28. April müssen Raser schon bei geringeren Tempoüberschreitungen ihre Fahrerlaubnis der Polizei übergeben – anstatt nur ein Bußgeld zu zahlen. In der zuvor geltenden Fassung des Bußgeldkataloges drückte der Gesetzgeber in vielen Fällen noch ein Auge zu: Innerorts, wo Tempo 50 oder 30 gilt, wurde in der Regel erst ab einer Überschreitung von 31 Stundenkilometern der Führerschein kassiert. Wer mit einem geringeren Tempo erwischt wurde, kam mit einer Geldstrafe davon. Außerhalb einer geschlossenen Ortschaft durften sich Autofahrer sogar eine Tempoüberschreitung von 41 Sachen erlauben, bevor sie ihre Fahrerlaubnis abgeben mussten. Seit dem 28. April 2020 greift das Gesetz härter durch: In einer Ortschaft wird der Führerschein bereits ab einem Verstoß von 21 Stundenkilometern fällig, außerorts ab 26 Stundenkilometern.

Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West haben im Mai 2020 insgesamt 161 Messeinsätze dokumentiert. Zusätzlich kam in diesem Zeitraum ein stationären Messanhänger zum Einsatz – ein sogenannter „Enforcement Trailer“ (siehe hier). Bei den 161 Messeinsätzen gab es 4.877 Beanstandungen, die 375 Fahrverbote (79 innerorts, 224 außerorts und 72 auf Autobahnen) zur Folge hatten. Durch den Einsatz des „Enforcement Trailer“ kam es zu weiteren 2.311 Geschwindigkeitsverstößen und damit verbunden 667 Fahrverboten.

Auch im Bereich der ungerechtfertigten Nutzung der Rettungsgasse wurde das Bußgeld angehoben und es droht ein Fahrverbot. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West musste im Mai nur eine Anzeige gefertigt werden (siehe hier).

 

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