Schützt die Zukunft Kaufbeurens und den Stadtsäckel – sag „JA“ zum Eissportstadion

20-01-2013 eishockey 2-bundesliga esv-kaufbeuren tower-stars-ravensburg memmingen new-facts-eu20130120 0464 titel

Foto: Pöppel

Kaufbeuren ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für seine Liebe zum Eishockey und wird auch so wahrgenommen. Ein neues Eissportstadion ist die logische Konsequenz aus der Verpflichtung der Tradition der Stadt. Aber warum ist dies der Schlüssel zu einem „Neuen Kaufbeuren“ und wie kann diese Investition den Stadtsäckel schonen?

Die demographische Entwicklung der Stadt Kaufbeuren zeigt ganz deutlich, dass junge Familien und Steuerzahler in Richtung der Großstädte abwandern.  Es ist für die Zukunft entscheidend, dass die Stadt Kaufbeuren wieder attraktiv für Familien und vor allem Investoren wird. Ein neues Profi-Eissportstadion in Verbindung mit einem umfangreichen Konzept (Eventarena, Erlebnisgastronomie, Fitness, Diskothek, etc.) ist für Kaufbeuren die Chance, Leben in das marode Zentrum zu bringen. Eine mögliche Projektierung sieht vor, diese Sportarena ökologisch und ökonomisch auf den neuesten Stand zu bringen um dieses „grüne-energieeffiziente“ Stadion als Vorreiter für eine neue Generation von Stadien in ganz Europa zu stellen.

 Mit diesem emotionalen Aufschwung öffnet Kaufbeuren die Türen für neue Investoren und neue Gewerbebetriebe. Dementsprechend positioniert sich die Stadt wieder als starker Standort für Wirtschaft und Familie.

 

 Aber wer könnte das Stadion finanzieren?

Die Stadt Kaufbeuren kann sich das erforderliche Stadion aus den vorhandenen Mitteln nicht leisten. Es gibt wirtschaftliche Programme, die es einer Kommune ermöglichen, mit privaten/gewerblichen Investoren solche Projekte zu realisieren. Was ist ein PPP-Modell?

 „Eine Public-Privat Partnership (PPP-Modell) ist eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Privatwirtschaft in einer Zweckgesellschaft. Ziel von PPP ist die Arbeitsteilung: Der private Partner übernimmt die Verantwortung zur effizienten Erstellung der Leistung, während die öffentliche Hand dafür Sorge trägt, dass gemeinwohlorientierte Ziele beachtet werden. Die öffentliche Hand erwartet von der Partnerschaft mit der privaten Wirtschaft die Entlastung der angespannten öffentlichen Haushalte, da der private Unternehmer die Finanzierung ganz oder teilweise selbst besorgt und daher auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes achten muss. PPP ist in der Regel einem Miet- oder Pachtvertragsverhältnis ähnlich.“

Im Fall Profi-Eissportstadion Kaufbeuren würde dies bedeuten, dass eine Investor der Stadt Kaufbeuren auf eigene Kosten ein Stadion nach den Wünschen der Bürger errichtet. Die Stadt Kaufbeuren würde dieses Stadion mit einer eigens gegründeten Betreibergesellschaft anmieten, wobei ihr dagegen gerechnet die Erträge aus diesem Stadion zustehen. Mit der Unterstützung des Vereines und der Fans könnte so die Stadt Kaufbeuren dieses Stadion ohne Belastung für den Haushalt realisieren.

 

 Aber wie bekommt man einen Investor dazu, dieses Risiko einzugehen?

Wenn man die Stadt Kaufbeuren aus der Distanz betrachtet, befindet sich diese in einem nicht strukturierten Dornröschenschlaf. Investoren entscheiden sich nur dann für einen Standort, wenn die Zukunftsprognosen auf einen Wachstum deuten und weitere Investments möglich sind.

In unseren Terminen mit dem Bürgermeister Herrn Bosse haben wir diese Thematik erläutert und auch die Möglichkeiten einer Verknüpfung von, z.B. Forettle, innerstädlicher Wohnungsbau und Eissportstadion, besprochen. Hierfür war es uns möglich, drei namenhafte Investoren zu finden, die diesem Thema näher treten wollten. Nachdem die Stadtführung die Ernsthaftigkeit dieser Investoren verstanden hat, erklärte Sie wenige Optionen. Der durch die Stadtführung bei den Investoren entstandene Eindruck ist für die Bewohner von Kaufbeuren eine Beleidung und kann nicht im Interesse der Stadt liegen. Es ist bereits fünf nach zwölf, wenn man die offenen Baustellen der Stadt betrachtet. Stadion 2017 – Fliegerhorst – Forettle – und  vieles mehr. Wir möchten in den nächsten Jahren Investitionen im dreistelligen Millionenbereich nach Kaufbeuren bringen. Das Profi-Eissportstadion ist hierfür der Schlüssel.

Realisierung setzt grundlegend  voraus, dass die Stadt sowie private Grundstückseigentümer bereit dafür sind.

 

Sag JA zum Profi – Eissportstadion

 

Bitte auch um Beachtung des offenen Briefes von George J. King

http://www.eishockey-magazin.de/offener-brief-zum-thema-buergerentscheid-in-kaufbeuren/archives/54805