Schah-Witwe Pahlavi erstmals seit Jahren inkognito in Ägypten

Paris – Farah Pahlavi, die Witwe des 1979 aus dem Iran vertriebenen Schahs, hat am Valentinstag erstmals wieder das Grab ihres Mannes in Kairo besucht. Das sagte Pahlavi der „Welt am Sonntag“. Seit Ausbruch des Arabischen Frühlings vor vier Jahren sei eine Reise nach Ägypten zu riskant für sie gewesen.

„Husni Mubarak war ein enger Freund, als wir dort im Exil lebten. Ganz gleich, was man ihm vorwirft, ich werde immer zu der Familie halten.“ Ganz privat sei sie gereist – „niemand bekam etwas mit. Jehan as-Sadat begleitete mich, meine Witwen-Schwester.“ Suzanne Mubarak, mit der sie gut befreundet sei, habe sie nicht treffen können. „Aus Sicherheitsgründen wurde mir davon abgeraten.“ Am Grab in der Rifai-Moschee habe sie weiße Gladiolen niedergelegt und gebetet, „dass endlich wieder Licht auf unser Land fallen möge.“ Farah Pahlavi, die 1967 zur ersten Kaiserin gekrönt wurde, musste 1979 nach dem Sturz des Schahs Persien verlassen, seitdem lebt sie im Exil in Paris und Amerika, „an den besten Orten der Welt“, wie sie sagt, zuhause werde sie sich dort aber nie fühlen. „Ich habe Freunde auf der ganzen Welt, aber in seinen vier Wänden ist der Mensch im Westen oft allein.“ Auf die Frage, ob sie jemals ihrer Vorgängerin Prinzessin Soraya, der zweiten Frau des Schahs begegnet sei, sagt sie der „Welt am Sonntag“: „Einmal, ja: beim Friseur in Paris. Und bei Dior. Wir haben leider nie miteinander gesprochen. Es ist traurig, sie hat nie ihr Glück wiederfinden können.“ Die zweite Ehe des Schahs mit Soraya wurde wegen Kinderlosigkeit aufgelöst. Dass der Schah im Zuge seiner Modernisierungs-Bestrebungen die Gesetze auch hätte lockern und seine Tochter aus erster Ehe zur Thronfolgerin ernennen können – darüber habe sie nie mit ihm diskutiert. Pahlavi: „Wie will ich der Mond sein und der Sonne vorschlagen, nachts zu scheinen? Dann hätte es meine Familie ja nicht gegeben. Aber Sie haben nicht ganz unrecht, ja. Es waren eben die 50er-Jahre, es gab Probleme zwischen den Familien. Und schon gar nicht die Offenheit heutiger westlicher Monarchien mit Frauen wie Kate Middleton.“

Über dts Nachrichtenagentur