19.9 C
Memmingen
Freitag. 14. August 2020 / 33

Unteregg | Sturz von einer Mauer endet glimpflich

Foto: Pöppel/Symbolbild

Am Mittwochnachmittag, 12.08.2020, stürzte ein 40-jähriger Mann von einer drei Meter hohen Mauer in Bittenau bei Unteregg, Lkrs. Unterallgäu.

Der Zimmerer wurde bei seiner Arbeit überrascht, als sich die an einem Baukran hängenden 4-5 Meter langen Dachgiebelholzbalken aufgrund des Winds anfingen zu drehen und ihn am hinteren Oberschenkel trafen. Der 40-Jährige verlor sein Gleichgewicht auf der Mauer und stürzte. Beim Sturz verletzte er sich leicht und wurde anschließend mit dem Rettungsdienst ins Klinikum nach Memmingen gebracht.

Babenhausen | Hunde greift kleineren Artgenossen an und verletzt in tödlich

Am Mittwochvormittag, 12.08.2020, kam es in Babenhausen, Lkrs. Unterallgäu zu einem Zwischenfall mit einem größeren Hund. Der Hund war aus einem Grundstück ausgebüchst. Auf der Straße griff er einen kleineren Hund an. Die Hundehalterin wurde beim Trennen der beiden Tiere ebenfalls verletzt.

Der kleinere Hund verstarb am nächsten Tag an seinen Verletzungen. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen.

Lindau (Bodensee) | Callcenter-Betrüger zugange – Senior um hohe Geldsumme betrogen

Symbolbild

Die Kriminalpolizei Lindau ermittelt in zwei Fällen von Enkeltrickbetrügen. Einer davon verlief für die Täter erfolgreich, es entstand ein hoher Vermögensschaden.

In beiden Fällen meldete sich eine weibliche Person. Die Anruferin, von der die Geschädigten am Telefon zunächst nur Weinen und Schluchzen vernahmen, gab auf entsprechende Stichworte der Geschädigten hin an, eine gute Freundin bzw. eine nahe Verwandte zu sein und in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein.

Nun drohe der aufgrund des Unfalls der Verlust des Führerscheins, zumal der Unfallgegner ein Rechtsanwalt sei. Dies könne aber durch Zahlung einer hohen Bargeldsumme zur Schadensregulierung abgewendet werden.

Während im ersten Fall am Mittwoch, 12.08.2020, eine Kundin von ihrer Bankberaterin vor der Abhebung angesprochen und in der Folge ein Kontakt zur Polizei hergestellt wurde, hob ein Senior am Donnerstag, 13.08.2020, einen fünfstelligen Betrag von seinem Konto ab und übergab das Geld wenig später an seiner Wohnungstür an einen unbekannten Abholer.

Obwohl die Fälle selten mit einer tatsächlichen Geldübergabe enden, so wurden im Jahr 2019 im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West 311 Fälle gemeldet. Davon waren 13 erfolgreich.
2020 verzeichnete das Präsidium im Zuständigkeitsbereich bereits etwa 80 Anrufe, hier waren mit diesem Fall vier davon von Erfolg gekrönt. Bislang entstand dabei ein Betrugsschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro.

Die Polizei rät zu folgenden Verhaltenshinweisen:

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

• Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.

• Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

• Sprechen Sie bitte auch mit Ihren Angehörigen oder Nachbarn über das Phänomen!

Neu-Ulm | Frau im Drogenrausch beißt Polizeibeamten

Symbolbid

Am Donnerstagvormittag, 13.08.2020, gegen 11:30 Uhr, konnte durch einen Zeugen beobachtet werden, wie in der Von-Hündefeld-Straße in Neu-Ulm sich eine weibliche Person und ihr Hund auf einem umzäunten Baustellengelände im abgesperrten Bereich aufhielten. Die Frau machte auf den Zeugen einen orientierungslosen und verwirrten Eindruck, weshalb er die Polizei verständigte.

Die eingetroffene Streifenbesatzung traf die 27-jährige Frau dort an. Bei der näheren Überprüfung stellen sich dann heraus, dass sie erheblich unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand und deshalb in Gewahrsam genommen werden sollte. Bei ihrer Durchsuchung fanden die Polizeibeamten eine Kleinmenge Marihuana auf und stellten dieses sicher.

Bei den weiteren polizeilichen Maßnahmen wirkte sie anfangs mit. Bei der Abnahme ihrer Fingerabdrücke war sie plötzlich mit der Maßnahme nicht mehr einverstanden und biss den durchführenden Polizeibeamten in die Hand. Dieser musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Die Frau wurde anschließend in ein Krankenhaus eingewiesen.

Weißenhorn | Straßenrennen durch Rollerfahrer

Am Donnerstagabend, 13.08.2020, fielen einer Zivilstreife der Polizei Weißenhorn, Lkrs. Neu-Ulm, zwei Rollerfahrer auf, die beide in der Ulmer Straße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren.

Sie reagierten auf Anhaltezeichen nicht und flüchteten. Einer von ihnen befuhr dann einen Gehweg, stoppte abrupt und wendete. Dabei beschädigte er einen dort geparkten Pkw leicht. Ein Polizeibeamter wollte Fahrer und Sozius eines Rollers dann festhalten, der Fahrer gab aber Gas, so dass der Polizeibeamte nur noch den Beifahrer zu fassen bekam. Dieser blieb dann am Kontrollort zurück, während der Fahrer weiter flüchtete. Über den Beifahrer ermittelten die Beamten dann aber schnell die beiden flüchtigen Rollerfahrer (17 und 18 Jahre alt) und suchten diese auf.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Memmingen wird von einem unerlaubten Rennen ausgegangen. Die Beamten stellten beide Roller zur technischen Untersuchung sicher. Ob die Personen die für die Fahrzeuge erforderlichen Fahrerlaubnisse hatten, wird sich erst nach einer technischen Messung der Höchstgeschwindigkeit der beiden Roller herausstellen.

Offingen | Erneuter Fall von Trickbetrug über Telefon

Symbolbild

Bereits Ende Juli 2020 ereignete sich ein Enkeltrickbetrug zum Nachteil einer betagten Seniorin aus Offingen, Lkrs. Neu-Ulm. Ein bislang unbekannter Täter meldete sich telefonisch bei der Frau und gaukelte vor, deren Enkel zu sein.

Er gab gegenüber der Geschädigten an, einen Autounfall gehabt zu haben und bat sie daher um Geld. Die Geschädigte hob daraufhin 28.000 Euro von ihrem Konto ab und nahm das Geld mit nach Hause. Dort übergab sie das Geld an einen vom Anrufer beauftragten Mann, welcher das Geld für den „Enkel“ in Empfang nahm. Die Geschädigte dachte, sie könne damit ihrem Enkel helfen. Etwa eine Woche später rief der unbekannte Täter erneut bei der Geschädigten an und forderte diese auf, einen Kredit aufzunehmen. Hier beendete die Rentnerin das Telefonat jedoch unmittelbar.

Nachdem die Geschädigte den Vorfall am Mittwoch, 12.08.2020, ihrer Tochter erzählte, erkannte diese den Betrug und es wurde unmittelbar Strafanzeige bei der Polizeiinspektion Burgau erstattet. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm geführt.

In diesem Zusammenhang fiel auf, dass der Geldabholer offensichtlich einen roten Kleinwagen für die Tat benutzte. Zeugen, welchen ein roter Kleinwagen oder verdächtige Personen am Freitag, 31.07.2020, gegen Mittag, im Ortsbereich von Offingen festgestellt haben, werden gebeten sich bei der Kripo Neu-Ulm unter Telefon 0731/8013-0 zu melden.

Inwiefern ein Tatzusammenhang mit einem ähnlich gelagerten Fall aus Neu-Ulm Ende Juli besteht, bei welchem eine Rentnerin um 10.000 Euro betrogen wurde, wird derzeit geprüft.

Obwohl die Fälle selten mit einer tatsächlichen Geldübergabe enden, so wurden im Jahr 2019 im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West 311 Fälle gemeldet. Davon waren 13 erfolgreich.
Für den Landkreis Neu-Ulm registrierte die Polizei bereits mehr als 120 Fälle, zwei davon waren erfolgreich. Dabei ergaunerten die Betrüger rund einhunderttausend Euro.
2020 verzeichnete das Präsidium im Zuständigkeitsbereich bereits etwa 80 Anrufe, auch hier waren mit diesem Fall nun drei davon von Erfolg gekrönt. Dreißig dieser Anrufe gingen im Landkreis Neu-Ulm ein und alle drei Geldübergaben stammen ebenfalls aus der Region. Bislang entstand dabei ein Betrugsschaden in Höhe von etwa 70.000 Euro.

In diesem Zusammenhang weist die Kriminalpolizei darauf hin, dass bei Anrufen von angeblichen Verwandten mit Geldforderungen immer Vorsicht geboten ist. Es sollten auch keine Informationen über Vermögensverhältnisse oder Wertgegenstände im Haushalt telefonisch herausgegeben werden. Im Zweifel sollte das Telefonat beendet werden und die Verwandtschaft unter der bekannten Rufnummer zurückgerufen werden.
Sprechen Sie bitte auch mit Ihren Angehörigen oder Nachbarn über das Phänomen!

A8 – Burgau | Autos schleudern auf der Autobahn

27-08-2013 bab-a7 dettingen altenstadt illertissen feuerwehr rettungsdienst aquaplaning wis poeppel new-facts-eu20130827 0002
Foto: Pöppel/Symbolbild

Bei zwei Unfällen am Donnerstagnachmittag, 13.08.2020, auf der BAB A8 bei Burgau spielte jeweils nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit bei nasser Fahrbahn die entscheidende Rolle.
Gegen 13.40 Uhr fuhr eine 21-Jährige mit ihrem Wagen bei Starkregen in Richtung München und geriet nach Aquaplaning ins Schleudern. Ihr Auto krachte zunächst frontal gegen die Leitplanken rechts der Fahrbahn, drehte sich und stieß nochmals mit dem Heck gegen die Leitplanken. Eine Mitfahrerin verletzte sich leicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der total beschädigte Wagen wurde abgeschleppt. Den Sachschaden gibt die Autobahnpolizei Günzburg mit rund 16.000 Euro an. Die Feuerwehr aus Günzburg und der Betriebsdienst der Pansuevia halfen an der Unfallstelle.
Gegen 14 Uhr passierte der zweite Unfall in der Gegenrichtung. Ein 25-Jähriger fuhr auf dem mittleren der drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart und geriet nach Aquaplaning ebenfalls ins Schleudern. Das Auto kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Auch hier musste das totalbeschädigte Fahrzeug abgeschleppt werden. Die Feuerwehr aus Burgau und die Pansuevia wurden alarmiert und sicherten die Unfallstelle ab. Der Sachschaden dürfte rund 5.000 Euro betragen. Verletzt wurde hier niemand.

Pfronten | Bei Flucht vor Polizei in die Vils gesprungen

Symbolbild

Ein Sprung in die Vils rettete am Donnerstagnachmittag, 13.08.2020, einen 50-jährigen Mann nicht vor der Verhaftung durch die Polizei.

Der Mann aus Pfronten im Ostallgäu wurde seit längerem mit einem Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Kempten im Allgäu wegen Körperverletzung gesucht. Aufgrund eines Hinweises konnte der Mann in Pfronten-Ried beim Pfarrheim und später im Kurpark gesehen werden.

Als die Polizeibeamten dem Mann im Kurpark immer weiter einkreisten, rannte er davon und sprang eine drei Meter tiefe Böschung in die Vils. Die Vils hatte jedoch nur kniehohes Wasser und der Mann gab schließlich seine Flucht auf. Die Polizisten verhafteten den Mann und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Kempten ein. Dort bekam er trockene Anstaltskleidung und wird nun fünf Monate Freiheitsstrafe wegen des Haftbefehls verbüßen müssen.

Seeg | Beim Renovieren Weltkriegs-Munition gefunden

Am Donnerstagnachmittag, 13.08.2020, fand ein Mann bei den Renovierungsarbeiten am Haus in Seeg im Allgäu insgesamt 39 Patronen, welche der Zeit um den Zweiten Weltkrieg zuzuordnen sind. Diese Patronen kamen zum Vorschein, als er die Zwischendecke aufriss. Die Munition wurde durch eine Streife der Polizeiinspektion Füssen entgegengenommen und wird demnächst der Vernichtung zugeführt.
Es wird erneut darauf hingewiesen, dass bei solchen Funden unbedingt die Polizei informiert werden soll. Bringen Sie Fundmunition niemals selbst zur Polizei.

Rieden am Forggensee | Ausgebüchster Stier wütet im Garten

Am Donnerstagmorgen, 13.08.2020, erhielt die Polizeiinspektion Füssen einen Anruf eines 57-Jährigen Mannes, der mitteilte, dass ein ausgewachsener Stier bei ihm im Garten stünde. Die hinzugerufenen Polizeibeamten konnten schließlich den Besitzer des Tieres erreichen.

In der Zwischenzeit tobte sich der Stier im Garten des 57-Jährigen und deren Nachbarin aus. Unter anderem beschädigte er mehrere Sträucher und durchbrach ohne große Mühe einen massiven Holzzaun.

Es entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von mehreren Hundert Euro. Dem 50-jährigen Landwirt gelang es schließlich, den Bullen wieder auf die Weide zu treiben. Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand.