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Memmingen
Freitag. 14. August 2020 / 33

Bürgerinitiative „Rettet den Grünten“ | Über 1100 Teilnehmer an der Demonstration

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Foto: www.rettet-den-gruenten.de
Foto: www.rettet-den-gruenten.de

Am Tag der Deutschen Einheit versammelten sich in Kranzegg im Oberallgäu am Parkplatz der Grüntenlifte völlig überraschend etwa 1.100 Menschen zur Demonstration „Wir ziehen die rote Linie!“ und bekannten trotz niedrigen Temperaturen und eisigem Wind (rote) Farbe.

Egal ob jung oder alt, klein oder groß, Mensch oder Tier – gemeinsam wurde friedlich darauf hingewiesen, dass sehr viele Einheimische dem Projekt der Familie Hagenauer kritisch gegenüberstehen. Herr Philipp Seefelder, Organisator der Demonstration, zeigte sich mehr als nur überrascht: „Mit dieser Resonanz hätten wir im Leben nie gerechnet. Wir sehen die Teilnahme von so vielen Leuten aus der Region als deutliches Zeichen, dass die Investorenpläne in der derzeitigen Form so nicht angenommen werden!“ Ziel der Veranstaltung war es, auf das Projekt aufmerksam zu machen, weiterhin die Planungen kritisch zu beobachten und aufzuzeigen, dass wirtschaftliche Interessen nicht über allem stehen dürfen und einem Ausverkauf der Heimat Grenzen gesetzt werden müssen.

Aufgrund der lokalen Gegebenheiten des ÖPNV, der im Raum Oberallgäu dringend ausgebaut werden muss, waren viele Teilnehmer dazu gezwungen, in Fahrgemeinschaften oder mit dem eigenen Rad anzureisen. „Der volle Parkplatz am Ende des Vormittags macht aber eines deutlich: sollte das Projekt kommen und es keine Verkehrswende geben, so ist in Zukunft mit einem noch stärkeren Verkehrsaufkommen zu rechnen, als es heute der Fall war“, so die Sprecher Nadja Ewald-Harich und Max Stark.

Memmingen | Straßensperrungen zum Jahrmarkt – Haltestellen Lininenbusse geändert

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Einschränkungen und Behinderungen vom 07.10. bis 22.10.2019

Aufgrund des Jahrmarktes sind in der Zeit von Montag, 07.10.2019, bis Dienstag, 22.10.2019, folgende Straßen und Plätze für den gesamten Verkehr gesperrt:

Schweizerberg, St.-Josefs-Kirch-Platz, Königs-und Kaisergraben (zwischen Buxacher Straße und Bodenseestraße), Parkplatz Westertorplatz und der Omnibusparkplatz am Königsgraben. Wegen der Sperrung der Behindertenparkplätze am Westertorplatz werden zwei Ersatz-Behindertenparklätze am Martin-Luther-Platz eingerichtet.

Zusätzlich gesperrt sind von Sonntag, 13.10.2019, bis Freitag, 18.10.2019, die Maximilianstraße (ab Landgericht in Richtung Westen), der Weinmarkt und der Roßmarkt. Diese Sperrung wird ab Montag, 14.10. ausgeweitet auf die Maximilianstraße ab der Kreuzung Waldhorn- / Salzstraße und den Parkplatz Hallhof (komplett). Wegen der Sperrung der Behindertenparkplätze am Hallhof, werden drei Ersatz-Behindertenparkplätze in der Salzstraße eingerichtet.

Während der Zeit von Sonntag, 13.10. bis Freitag, 18.10.2019, wird in der Herrenstraße und in der Lindauer Straße (ab Einmündung Weberstraße in Richtung Roßmarkt) die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Gleichzeitig werden die folgenden Straßen als Sackgassen ausgewiesen: Herrenstraße, Lindauer Straße (ab Weberstraße in Richtung Roßmarkt), Hallhofgasse, Lammgasse, Hinter dem Salzstadel und Kuttelgasse (westlicher Teil ab Waldhornstraße).

Umleitungen erfolgen über den Altstadtring bzw. den Mittleren Ring.

Der ÖPNV wird ebenfalls über den Altstadtring bzw. Mittleren Ring umgeleitet. Am Luginsland (Westseite), in der nördlichen Hopfenstraße (Westseite) und in der Bismarckstraße (auf beiden Straßenseiten auf Höhe des Staatlichen Vermessungsamts) werden Ersatz-Haltestellen eingerichtet.

Jugendarbeit: Nach fünf Jahren muss ein neues Führungszeugnis vorgelegt werden

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Foto: Pöppel/Symbolbild
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Foto: Pöppel/Symbolbild

Kinder und Jugendliche sollen besser vor sexuellem Missbrauch geschützt werden

Unterallgäu | 2012 trat das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Dieses soll auch verhindern, dass Sexualstraftäter in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind. Es schreibt vor: Wer mit Jugendlichen arbeitet – auch ehrenamtlich im Verein – muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. In diesem stehen auch strafmaßunabhängig kinder- und jugendrelevante Verurteilungen oder Sexualstraftaten. Alle fünf Jahre muss das Führungszeugnis neu vorgelegt werden. Da im Unterallgäu das Konzept zur Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes vor fünf Jahren entwickelt wurde, ist es nun für viele Ehrenamtliche in der Jugendarbeit an der Zeit, ein neues Führungszeugnis zu beantragen.

Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl erklärt: „Vereine, die Jugendarbeit anbieten, müssen alle fünf Jahre die Führungszeugnisse aller Personen, die Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben, überprüfen.“ Entweder legt der Ehrenamtliche das neue Dokument dem Vereinsvorsitzenden vor oder er legt es im Rathaus vor und lässt sich von der Gemeinde eine Negativbescheinigung ausstellen. Beantragen kann man das erweiterte Führungszeugnis bei der Gemeinde oder beim Bundesamt für Justiz. „Um es kostenlos zu erhalten, muss der Verein das ehrenamtliche Engagement bestätigen“, erklärt Veitenhansl. Dafür gibt es einen Formular-Vordruck, der unter www.unterallgaeu.de/fuehrungszeugnis heruntergeladen werden kann. Hier gibt es auch viele weitere Informationen zu diesem Thema.

Neu gegründete Verein und Vereine, die erst seit kurzem Jugendarbeit anbieten, sind aufgefordert, eine Vereinbarung mit dem Kreisjugendamt abzuschließen, dass sie die Vorgaben zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einhalten. „Vereine, die diese Vereinbarung bereits mit uns geschlossen haben, müssen diese nicht erneuern – auch wenn sich inzwischen das Vorstandsteam geändert hat“, sagt Veitenhansl.

Demnächst erhalten alle Vereine ein Schreiben des Kreisjugendamts mit wichtigen Informationen zu diesem Thema.

Ein Fachabend zum Thema sexuelle Gewalt und erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche findet am Donnerstag, 14. November, im Landratsamt Unterallgäu in Mindelheim (Raum 400) statt, von 19 bis 21 Uhr. Referentinnen sind Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl und Karola Heine von der Fachstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich an jugendpflege (at) lra.unterallgaeu.de

Klinikum Memmingen | Notfallgäu 2019 – Notfallsymposium für Ärzte und Rettungskräfte

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Foto: Pöppel
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Foto: Pöppel

Das Klinikum Memmingen lädt am Freitag und Samstag, 11. und 12. Oktober 2019, wieder zum Notfallsymposium „Notfallgäu in die Memminger Stadthalle ein.

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Foto: Pöppel

Am Freitag, 11.10.2019, finden zwischen 12.30 Uhr und 19.30 Uhr verschiedene Workshops und Seminare statt. Dabei werden die Basics des EKG erläutert, Maßnahmen der Geburtshilfe und ein Gipsgrundkurs angeboten. Außerdem wird es ein Deeskalationstraining geben, in dem man Strategien zum Umgang mit aggressiven Personen lernt. Weiterhin gibt es Workshops zum Thema „Invasive Nofalltechniken bei Kindern und zum Thema „Rettung aus Höhen und Tiefen“. Mehr Informationen zu den einzelnen Workshops finden Sie im beiliegenden Programmheft oder im Internet unter http://www.notfallgäu.de/workshops

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Foto: Pöppel

Am Samstag, 12.10.2019, finden zwischen 9.00 Uhr und 17.15 Uhr im großen Saal der Stadthalle verschiedene Vorträge (hier) statt. Dabei wird es unter anderem um Krampfanfälle, Intoxikationen, Missbrauchsfälle, Schockraum, Notfallpflege, Verbale Gewalt, Schädelhirntraume und alpine Traumen gehen. Mehr Informationen dazu finden Sie ebenfalls im Programmheft oder auf folgender Internetseite: http://www.notfallgäu.de

Begleitet wird das Symposium von einer Fachausstellung.

Das Notfallsymposium ist eine Fachtagung nur für medizinisches Personal, das in der Notaufnahme und Notfallrettung tätig ist. Die rund 300  Teilnehmer kommen aus Süddeutschland, der Schweiz, Österreich und Norditalien.

Programmübersicht

Digitalfunk Bayern | Störungen im Bereich der ILS Allgäu – Probleme in der Zentralvermittlungsstelle Fürstenfeldbruck

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Foto: AOV
Foto: AOV

Zu erheblichen Problemen im BOS-Digitalfunk kam es am Mittwochvormittag, 25.09.2019, in der Zeit von 09.30 Uhr bis 12.45 Uhr, im Bereich der Integrierten Leitstelle Allgäu und der Polizei. In der Zentralvermittlungsstelle Fürtenfeldbruck kam es zu einem technischen Problem, dass laut den Fachleuten des Bayerischen Landeskriminalamtes mittlerweile unter Kontrolle ist. Die Störung wird aber weiterhin beobachtet.

Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes konnten nicht mehr über den Digitalfunk mit der Integrierten Leitstelle Allgäu kommunizieren. Die Disposition erfolgte über Telefon. Auch die Feuerwehren und andere Katastrophenschutzeinheiten waren von der Störung betroffen. Hier konnte man aber den Einsatzstellenfunk abwickeln, jedoch ebenfalls nur telefonisch mit der ILS Informationen austauschen. Ebenso betroffen von der Störung war die Polizei in bestimmten Bereichen. Aber auch hier konnte der Einsatzfunk von den Beamten zu ihrer Inspektion durchgeführt werden, jedoch nicht zur Polizeieinsatzzentrale in Kempten, dies wurde dann über die zuständige Polizeiinspektion vermittelt.

Die Alarmierung für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz war von der Problematik nicht betroffen, da diese noch nicht auf den Digitalfunk umgestellt ist, sondern weiter auf analogen Frequenzen durchgeführt wird.

Oberstdorf | Bergwanderer (58) stürzt 150 Meter in die Tiefe und stirbt – Begleiter kann ihm nicht helfen

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Foto: Pöppel/Symbolbild
Foto: Pöppel

Am Sonntag, 22.09.2019, gegen Mittag, stürzte ein 58-jähriger Bergwanderer aus Baden-Württemberg am Zweiländer-Klettersteig Kanzelwand bei Oberstdorf, Lkrs. Oberallgäu, tödlich ab.

Nach derzeitigem Kenntnisstand war der 58-Jährige mit einem Bekannten auf dem Klettersteig unterwegs. Aus bislang nicht geklärten Gründen stürzte er ca. 150 Meter ab. Die Leiche wurde bei der nachfolgenden Suche durch eine Hubschrauberbesatzung der österreichischen Luftrettung gesichtet und durch einen Polizeihubschrauber aus Bayern geborgen.

Zum Einsatz kam auch die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Der genaue Unfallhergang muss noch ermittelt werden.

Oberstdorf | Steinschlag an der Bockkarscharte – Absuche nach betroffenen Personen

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Foto: Bergwacht Obersdorf
Foto: Bergwacht Obersdorf

Am Samstag, 21.09.2019, um die Mittagszeit, wurde die Bergwacht Oberstdorf, Feuerwehr Oberstdorf sowie Polizei alarmiert, da sich ein „kleinwagengroßer“ Felsblock im Bereich der Bockkarscharte gelöst hat und mehrere Personen betroffen waren.

Für diesem Einsatz waren mehr als 30 Mann Bergwacht Oberstdorf und Feuerwehr Oberstdorf mit Flugrettern am Landplatz der Bergwacht bereit.

Um Rettungs- und Bergekräfte an die Einsatzstelle in über 2.000 Metern Höhe zu fliegen, waren die Rettungshubschrauber „Christoph 17“ aus Kempten, der „RK2“ aus Reutte sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Glücklicherweise ergaben die ersten Abklärungen an der Einsatzstelle, dass nur eine Person von den herabfallenden Steinen getroffen worden war. Dieser wurde nach notärztlicher Erstversorgung mit dem RK2 in ein Krankenhaus geflogen. Eine Begleitperson wurde ebenfalls ins Tal geflogen. Trotzdem wurde der Einsatzbereich noch nach weiteren betroffenen Personen abgesucht.

Die bereitstehenden Rettungs- und Bergemannschaften konnten anschließend wieder aus dem Einsatz entlassen werden.

Während dieses Tages mussten die Retter der Bergwacht Oberstdorf noch zu weiteren fünf Bergeinsätzen ausrücken. Unter anderem mussten dreimal hilflose Wanderer an der Höfats, im Bereich des Eissees und vom Nebelhorn geborgen werden. Eine Meldung über einen abgestürzten Gleitschirm kam zu alledem noch hinzu. Diese entpuppte sich jedoch als Fehleinsatz.

Memmingen – Notruf 112 und der Einsatz des Ehrenamtlichen

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Symbolbild
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Foto: Pöppel/Symbolbild

Wir berichten hier ständig über den Einsatz von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, aber irgendwie gehen wir immer davon aus, dass es ganz normal ist, dass sie da sind. Wir möchten heute einmal aufzeigen wie so ein Einsatz abläuft und was das für den Feuerwehrmann heißt.

Bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller geht über den Notruf 112 die Mitteilung ein, dass es auf der Autobahn zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen ist, die Fahrspuren blockiert sind und Personen im Fahrzeug eingeschlossen sind.

Von der Leitstelle aus werden dann sofort Notarzt, Rettungswagen und die zuständige Feuerwehr alarmiert. Diese Alarmierung erfolgt über sogenannte Funkmeldeempfänger (FME) oder auch Piepser genannt. Der Feuerwehrmann wird über einen schrillen Ton aus dem Gerät an seiner Gürtelschnalle aufgeschreckt. Für ihn heißt es nun jemand braucht Hilfe. Von seiner Arbeitsstelle oder auch von zu Hause setzt er sich in seinen Pkw, das Schild Feuerwehr im Einsatz aufs Dach, Warnblinker an, und zügig ans Feuerwehrhaus. Vielen Verkehrsteilnehmern sind die gelben Dachaufsetzer gar nicht geläufig. Der Feuerwehrmann hat dabei  Sonderrechte (siehe hier), aber jedem dürfte klar sein, dass nach der Alarmierung jede Minute zählt. Unsere Feuerwehren sind sehr schlagkräftig. Schon innerhalb der ersten drei Minuten nach Alarmierung rückt das erste Fahrzeug zum Einsatzort aus – mit dem Vorteil von Blaulicht und Martinshorn – jetzt heißt es auch für die anderen Verkehrsteilnehmer Rettungsgasse bilden, nach links und rechts ausweichen, und den Weg für die Einsatzfahrzeuge freigeben.

Bayern – Tirol | Rettung von Wanderern, Kletterern, Skifahrern und Mountainbikern – „SOS-EU-Alp“ App

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Mehr Sicherheit in den Bergen und eine schnellere Rettung von Wanderern, Kletterern, Skifahrern und Mountainbikern – das ist das Ziel der neuen länderübergreifenden alpinen Notfall-App, der ‚SOS-EU-Alp App‚. Auch im Alltag ist sie ein hilfreicher Begleiter in Notfällen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die App am Freitag, 06.09.2019, gemeinsam mit der Vorsitzenden des Bayerischen Kuratoriums für alpine Sicherheit, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter und dem Südtiroler Landesrat für Bevölkerungsschutz Arnold Schuler im österreichischen Wörgl vorgestellt.

Ab sofort kann die App auch in Bayern verwendet werden, bislang war sie nur in Tirol und Südtirol nutzbar. „Die App ist ein großer Sicherheitsgewinn für alle, die in den Bergen unterwegs sind. Sie gibt den Nutzern hilfreiche Anweisungen, selbst wenn sie keinen Netzempfang haben – sie ist ein digitaler Schutzengel für alle Bergfreunde“, sagte Herrmann. Das Bayerische Kuratorium für Alpine Sicherheit hat die Nutzbarkeit der App in Bayern wesentlich vorangetrieben.

Beim Absetzen eines Notfalls mithilfe der App werden automatisch die genauen Positionsdaten des Unglücksortes an die zuständige Integrierte Leitstelle in Bayern, Tirol oder Südtirol übermittelt und eine automatische Sprachverbindung aufgebaut. Wenn kein Netz vorhanden ist, bekommt der Benutzer der App wichtige Hinweise für das richtige Verhalten im Notfall.

Allein vergangenes Jahr wurde laut dem Minister die Alpine Einsatzgruppe der Bayerischen Polizei zu fast 500 Ereignissen gerufen, davon waren über 100 Bergunfälle mit zahlreichen Verletzten und Todesfällen sowie über 100 Skiunfälle und knapp 60 Vermisstenfälle. „Die meisten Unfälle passieren im schwer zugänglichen und unwegsamen Gelände, so dass die Auffindung des Unglücksortes sehr zeitaufwändig ist. Das soll sich mit der App ändern“, sagte Herrmann.

Hohenschwangau – Tegelberg | Opa (71) verunglückt tödlich vor den Augen seiner Enkel

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Foto: Pöppel/Symbolbild
Foto: Pöppel/Symbolbild

Auf der Südseite des Tegelbergs kam es am Mittwoch, 04.09.2019, gegen 09:55 Uhr, zu einem Unfall, in dessen Verlauf ein 71-jähriger Mann abstürzte und tödlich verunglückte.

Der Mann war in Begleitung seiner beiden acht- und 12-jährigen Enkelkinder und befand sich auf dem Wanderweg von der Bergstation der Tegelbergbahn aus in Richtung Bleckenau. Nach nur wenigen hundert Metern Wegstrecke geriet er an einer drahtseilversicherten Stelle ins Stolpern und fiel nach rechts vom Weg. Er stürzte danach etwa 150 Meter weit in steilem Gelände ab.

Ein sofort verständigter Notarzt konnte nur noch den Tod des Wanderers aus dem Landkreis Weilheim-Schongau feststellen. Die beiden Enkelkinder wurden durch das verständigte Kriseninterventionsteam betreut.