Rettungshunde im Einsatz – Suchübung mit altbewährten Spürnasen und moderner Technik

Foto: BRK

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Drei ältere Damen kehren am Nachmittag von einem Spaziergang nicht zurück und es steht eine frostige Nacht bevor. – Mit diesem Suchszenario proben Rettungskräfte im Ober- und Untereinharz in Immenstadt-Stein im Allgäu am Freitagabend (24.4.2015, 19:30 Uhr) den Ernstfall. Wie im Realeinsatz durchkämmen Feuerwehrleute das Gelände, Hundeführer der BRK-Rettungshundestaffel Oberallgäu bringen ihre Spürnasen zum Einsatz und es kreist eine hochmoderne Drohne der Bergwacht in der Luft.

 

Zusammenarbeit der Helfer

„Bei der Suche nach Menschen, die verletzt sein könnten, zählt jede Minute“, sagt BRK-Einsatzleiter Christian Bader. „Deshalb ziehen rund 50 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Bergwacht und des Roten Kreuzes bei der Einsatzübung an einem Strang und üben, möglichst effektiv zusammenzuarbeiten.“ Feuerwehrleute suchen zum Beispiel sofort nach dem Eintreffen die Wege im Gelände ab, und die Rettungshundestaffel und die Bergwacht durchkämmen die teils steil abfallenden Wiesen und Waldabschnitte abseits der Wege.

 

Spürnasen trotzen der Dunkelheit

Der Einsatzleiter teilt das 2,3 Quadratkilometer große Areal in Suchgebiete ein, die die sieben Hundeführer mit ihren Vierbeinern gleichzeitig absuchen. Die zweijährige Mika, die erst vor drei Wochen gemeinsam mit ihrem Frauchen Sonja Bingger erfolgreich ihre Prüfung zum Rettungshund abgelegt hat, kommt genauso zum Einsatz wie Hundeführerin Ulrike Tiebel mit ihrer elf Jahre alten, erfahrenen Hündin Rübe. Die Vierbeiner rennen bei stockfinsterer Dunkelheit in großen Schleifen durchs Unterholz und zeigen durch lautes Bellen an, sobald sie einen Vermissten erschnüffelt haben.

 

Bergwacht bringt Hightech zum Einsatz

Parallel zum Einsatz der Rettungshundestaffel versuchen Einsatzkräfte der Bergwacht mit Hilfe einer Drohne, die Vermissten aus der Luft zu erspähen. Das etwa kniehohe Fluggerät mit acht Propellern ist mit hochmoderner Videotechnologie ausgestattet und liefert Bilder aus schwer zugänglichem Gelände. Die Allgäuer Bergwacht sammelt bereits seit eineinhalb Jahren Erfahrungen mit dem Gerät und ist mit dem Umgang gut vertraut.

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