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Mittwoch. 02. Dezember 2020 / 49

Rechtzeitig an den Wintercheck fürs Auto denken

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Auch wenn die Auswirkungen der jeweiligen Jahreszeit grundsätzlich bekannt sind, werden viele Autofahrer immer noch davon überrascht. Das ist vor allem dann schlecht, wenn deshalb eine Fahrt mit dem eigenen Auto nicht mehr möglich ist, weil die dafür erforderlichen Winterreifen noch nicht aufgezogen sind oder eine schwache Batterie bei den niedrigen Außentemperaturen endgültig den Geist aufgegeben hat. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig an den Wintercheck für das Auto zu denken und die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

Der nächste Winter kommt bestimmt. Das eigene Fahrzeug sollte davor rechtzeitig an diese Bedingungen angepasst werden.  

Wann ist es an der Zeit für den Wintercheck?

Der nächste Wintereinbruch kommt bestimmt. Mit den sinkenden Temperaturen einher gehen Frost und Schnee. Das führt zu schlechten Straßenbedingungen mit rutschigen Straßen und Glatteis. Darüber hinaus verzögern vereiste Scheiben oder gar zugefrorene Türen die Inbetriebnahme des Fahrzeuges.

Das eigene Auto sollte bereits winterfest sein, bevor all diese Dinge eintreten. Der ideale Zeitpunkt für den Wintercheck ist der Oktober. Die ersten Tage im November gelten noch als Schonfrist. Bis dahin kann das Auto ohne jeden Druck auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden. Spätestens ab Mitte November ist hierzulande mit dem ersten Wintereinbruch zu rechnen.

Winterreifen wechseln

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist der rechtzeitige Wechsel auf Winterreifen. Wer bei winterlichen Verhältnissen mit nicht ordnungsgemäßer Bereifung unterwegs ist, hat nicht nur mit hohen Bußgeldern zu rechnen. Im Falle eines Unfalls droht sogar der Verlust des eigenen Versicherungsschutzes. Das kann richtig ins Geld gehen.

Die Straßenverkehrsordnung in Deutschland schreibt hier zwar nur eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Zur eigenen Sicherheit sollten die Winterreifen aber mindestens eine Profiltiefe von vier Millimetern aufweisen, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Zustand der Autobatterie überprüfen

Kältere Temperaturen machen den Autobatterien schwer zu schaffen. Sobald die Außentemperaturen sinken, gehören offenen Motorhauben und daneben befindliche ADAC-Fahrzeuge zum täglichen Straßenbild. Laut der Pannenstatistik des ADAC aus dem Jahr 2019 sind die Batterien in mehr als vier von zehn Fällen dafür verantwortlich, dass die gelben Engel um Hilfe gebeten werden.

Das Problem dabei: Der Motor braucht in der kalten Jahreszeit einfach mehr Leistung, um zu starten. Gleichzeitig setzen sich die chemischen Prozesse bei niedrigen Temperaturen in der Batterie aber nicht so schnell in Bewegung. Gerade ältere Batterien erzeugen dann zu wenig Strom und das Auto springt nicht an.

Die durchschnittliche Lebensdauer von Autobatterien liegt bei etwa vier bis fünf Jahren. Manche Batterien halten jedoch auch deutlich länger. Vor dem Winter ist es ratsam, die Batterie mit einem Ladegerät noch einmal vollständig zu beladen. Entsprechendes Equipment für zuhause ist für erschwingliches Geld bei Online-Händlern wie beispielsweise kfz-teile.net zu bekommen. Bei der Gelegenheit ist es sinnvoll, auch gleich neue Starterkabel mit in den Warenkorb zu legen.

Wenn es bei der Batterie bereits im Sommer erste Anzeichen von Schwäche gegeben hat, ist es spätestens jetzt an der Zeit, sich eine neue Batterie zu besorgen, die einen sicher und ohne Schwierigkeiten durch den Winter bringt.

Scheibenwischer prüfen und Scheibenfrostschutz nachfüllen

Scheibenwischer sind im Winter oft im Dauereinsatz. Abgenützte Wischer machen Schlieren auf den Scheiben, die die ohnehin schwierigen Bedingungen aufgrund der damit verbundenen eingeschränkten Sicht noch einmal gefährlicher machen. Spätestens nach zwei Jahren heißt es deshalb rechtzeitig vor dem Winter noch einmal neue Wischer aufzuziehen.

Bei dieser Gelegenheit sollte auch gleich Frostschutz in das Scheibenwischwasser eingefüllt werden. Ist der Behälter noch zu voll, empfiehlt sich eine vorherige Entleerung. Das geht ganz einfach, indem der dafür erforderliche Hebel im Cockpit betätigt wird. Das Wasser entleert sich im Winter bei schlechten Bedingungen oftmals sehr schnell. Deshalb ist es empfehlenswert, gleich ein oder zwei Ersatzflaschen zu kaufen und diese im Auto mitzuführen.

Kühlerfrostschutz nachfüllen

Nicht nur die Scheibenwischeranlage benötigt ein Frostschutzmittel. Vor allem das Wasser im Kühler muss ausreichend mit Frostschutz versorgt werden, damit der Kühler im Winter nicht einfriert. Wer hier nicht auf die Dienste einer Werkstätte vertraut, sondern selbst Hand anlegt, sollte dabei die folgenden Dinge beachten:

  • Das Frostschutzmittel darf nur bei kaltem Motor nachgefüllt werden.
  • Für den Kühler sollte nur destilliertes Wasser verwendet werden. Zur Not kann Wasser auch einfach selbst vor dem Einfüllen abgekocht werden.
  • Generell ist beim jeweiligen Frostschutzmittel auf die Empfehlungen des Herstellers zu achten.

Dichtungen reinigen und Schlösser prüfen

Vor dem Winter ist es ratsam, die Schlösser des Autos mit einem entsprechende Pflegespray einzusprühen. Das hilft dabei, dass diese auch bei niedrigen Temperaturen unter feuchten Bedingungen nicht so schnell zufrieren. Ist es doch einmal passiert, hilft ein Türschloss-Enteiser weiter. Dieser sollte sich jedoch nicht im Auto, sondern in der Handtasche oder in der Wohnung befinden, damit er im Bedarfsfall auch einsatzbereit ist.

Damit die Türen im Winter nicht zufrieren, sollten die Dichtungen im Herbst noch einmal gereinigt werden. Ideal dafür sind entsprechende Pflegemittel wie beispielsweise Silikonöl oder Talkum-Spray.

Checkliste für die vollständige Winterausrüstung

Das richtige Equipment ist besonders sichtig, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Damit nicht alles lose im Kofferraum oder im Auto herumliegt, empfiehlt es sich, eine entsprechende Winterbox zu kaufen, in der alles gelagert werden kann. Folgende Gegenstände gehören dabei zur Grundausstattung:

  • Ein Schneebesen (Handfeger), um große Mengen Schnee schnell vom Auto entfernen zu können.
  • Ein Eiskratzer zum Entfernen des Eises auf den Scheiben. Optional helfen dabei ein Scheibenenteiser und eine Scheibenabdeckung.
  • Ein Schwamm oder ein Antibeschlagtuch, um die beschlagenen Scheiben während der Fahrt schnell reinigen zu können.
  • Eine oder zwei Flaschen Scheibenfrostschutzmittel
  • Ein Türschlossenteiser (außerhalb des Fahrzeuges)
  • Starthilfekabel, falls die Batterie trotz Nachladung einmal versagt

Neben dieser Grundausstattung empfehlen sich weitere Gegenstände wie Handschuhe, eine Schneeschaufel, Winterschuhe, eine Taschenlampe, ein Ersatzkanister und eine Decke, um wirklich auch auf einen schweren Wintereinbruch und unerwartete Situationen gut vorbereitet zu sein.

Last but not least: Winterdiesel tanken

Dieselfahrer sollten daran denken, rechtzeitig auf Winterdiesel umzusteigen. Die meisten Tankstellen stellen aber ohnehin ab Mitte November von selbst auf diesen Kraftstoff um. Doch vor allem Fahrer, die nur selten und wenig mit dem Auto unterwegs sind, sollten einen entsprechenden Weitblick haben und den Tank kurze Zeit vor dem Winter nicht zur Gänze auffüllen.

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