Porsche-Chef: Wir hätten viel früher in den Spitzensport zurückkehren müssen

Berlin – Porsche-Chef Matthias Müller wirft seinen Vorgängern Fehler bei der Imagepflege des Sportwagenbauers vor: „Wir hätten schon viel früher in den Spitzensport zurückkehren müssen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Die Marke Porsche werde wieder „authentischer“, wenn die Wagen im Rennsport ihre Leistungsfähigkeit beweisen, so Müller. Die Stuttgarter hatten 1998 ihr Engagement im Motorsport beendet.

Am kommenden Wochenende tritt Porsche erstmals wieder beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an – es gilt als das härteste Autorennen der Welt. „Rennsport gehört zu unseren Genen. Man kann nicht immer nur über Erfolge der Vergangenheit reden“, sagte Müller. Der Porsche-Chef unterstrich zugleich das Ziel, eine siebte Baureihe bei dem Sportwagenbauer zu schaffen. „Sieben Jahre sind der normale Rhythmus eines Modellzyklus in der Autoindustrie. Wir hätten dann jedes Jahr einen Modellwechsel und damit einen Höhepunkt.“ Seine Idee, einen kleinen Einsteiger-Wagen im Format des legendären James-Dean-Porsche 550 zu entwickeln, treibt Müller derzeit aber nicht voran. „Das Auto ist nicht beerdigt und liegt weiter in der Schublade“, sagte er. Es komme aber immer auch auf den richtigen Zeitpunkt an. „Wir haben noch genug andere Ideen, bevor wir uns an ein solch schwer zu kalkulierendes Projekt wagen.“

Über dts Nachrichtenagentur

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