Obergünzburg | Darknet-Handel aufgeflogen – umfangreich Rauschgift sichergestellt

Foto: Kripo

Das Darknet ist kein rechtsfreier Raum. Dies zeigt einmal mehr die Sicherstellung einer erheblichen Menge Rauschgift durch die Kemptener Kriminalpolizei. Der Rauschgifthändler befindet sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Nach einem Hinweis an die Polizei Marktoberdorf waren deren Beamte bereits Anfang Februar 2020 auf über sieben Kilogramm Marihuana und mehr als 60.000 Euro Bargeld in einer Marktoberdorfer Wohnung gestoßen. Die weiteren Ermittlungen wurden durch die Kriminalpolizei übernommen; gegen drei Tatverdächtige im Alter von 25, 29 und 47 Jahren wurde die Untersuchungshaft angeordnet.

Zwischenzeitlich gelang es den Kemptener Ermittlern der Kriminalpolizei, einen weiteren Beteiligten zu identifizieren, der ebenfalls im Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln steht. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Mitte Juni in Obergünzburg, Lkrs. Ostallgäu, konnten unter anderem über zwei Kilogramm Marihuana, über 600 Gramm Kokain und rund 1.200 Ecstasy-Tabletten aufgefunden werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten wurde der 35-Jährige dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Kempten vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kripo Kempten hinsichtlich weiterer Beteiligter sind noch nicht abgeschlossen. Sie beziehen sich vor allem auf die Aktivitäten des 35-Jährigen im Darknet. Durch Ermittlungen in dem verschlüsselten und anonymen Netz wurde nämlich aufgedeckt, dass der Obergünzburger im Darknet erhebliche Mengen an Rauschgift bezogen und nach derzeitigem Kenntnisstand auch verkauft hatte.