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Memmingen
Samstag. 25. September 2021 / 38

Oberbürgermeister Manfred Schilder weist Vorwürfe in Online-Medien zurück

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Persönliche Stellungnahme vom Memminger Oberbürgermeister Manfred Schilder auf Facebook am Donnerstagnachmittag, 05.08.2021, 16.00 Uhr:
„Angesichts der massiven Vorwürfe, unsachlichen und unwahren Behauptungen sowie persönlichen Unterstellungen, denen ich mich ausgesetzt sehe, darf ich zur aktuellen Situation der Eisbereitung in der Eissporthalle Stellung nehmen.
Zunächst widerspreche ich entschieden den diversen Kommentaren auf Facebook, in denen unterstellt wird, die Stadt Memmingen verzögere absichtlich und vorsätzlich die Eisbereitung, um dem ECDC zu schaden. Das ist ebenso falsch wie die Behauptung, die erforderlichen Reparaturen seien mit Absicht so spät in Auftrag gegeben worden, weil die Verantwortlichen der Stadt Memmingen nichts für die Kinder und Jugendlichen übrig hätten.
Ich bedauere sehr, dass es zu dieser Verzögerung kommt und damit dem ECDC Einschränkungen in der Saisonvorbereitung entstehen. Insbesondere tut es mir leid für die Kinder und Jugendlichen, die in den letzten Monaten ohnehin erhebliche Opfer bringen mussten. Zugleich möchte ich aber betonen, dass es Gründe für die Verzögerung gibt, die weder in der ursächlichen Verantwortung der Stadt liegen noch ihre Ursache in meinem angeblichen persönlichen Verschulden haben.
Tatsache ist, dass in der Eissporthalle, die aus den 1980er stammt, mehr und mehr Reparaturen und Sanierungsarbeiten notwendig sind. So ist schon im vergangenen Jahr die Sanierung und Erneuerung der Gebäudeautomation in den Bereichen der Lüftungsanlagen und der Kälteerzeugung beschlossen worden. Noch während der vergangenen Saison wurde der ECDC über diese sehr komplexe und aufwändige Maßnahme informiert.
Die Ausschreibung für die Sanierung und Erneuerung der Gebäudeautomation erfolgte bereits im vergangenen Jahr, der Auftrag wurde im Dezember 2020 erteilt. Die ausführende Firma hat mit den vorbereitenden Arbeiten sofort nach dem Saisonende im April 2021 begonnen und den Bedarf für die einzelnen Komponenten ermittelt, die im Mai bestellt wurden. Darunter war auch die Steuerung der Kälteanlage, die für Industriemaschinen dieser Art üblich sei, wie uns das beauftragte Ingenieurbüro versicherte. Sie sei das gängigste Modell für Prozesskälte und sei auch vom Errichter der Kälteanlage, der die jährliche Wartung erledige, ausdrücklich empfohlen worden.
Üblich ist bei den erforderlichen Bauteilen eine Lieferzeit von einer Woche. Allerdings hat im Zusammenhang mit der Pandemie die Nachfrage speziell im Regel- und Steuerungsbereich weltweit extrem zugenommen. Überall, wo Regelungskomponenten gebraucht werden, mache sich die extreme Nachfrage auf dem Weltmarkt mit Preissteigerungen und Lieferengpässen bemerkbar. Selbst in der Automobilbranche, wie jüngst u.a. BMW erfahren musste, können derzeit ganze Produktionslinien mangels fehlender Elektronikbauteile nicht betrieben werden und Produktionszahlen müssen massiv nach unten korrigiert werden.
Das führt dazu, dass für die notwendige Steuerung, ohne die die Kälteanlage nicht betrieben werden kann, vom Hersteller eine Lieferzeit von bis zu 19 Wochen (!) angekündigt wurde. Von Seiten des Ingenieurbüros wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und alle Firmen und Systemhäuser angefragt, um die Lieferzeit zu verkürzen. Der Abschluss der Sanierung ist von den Materiallieferungen anhängig, und die die Fertigstellung der Gebäudeautomation im Bereich der Kälteerzeugung ist Voraussetzung für die Eisbereitung.
Gegenwärtig gehen wir davon aus, dass die Steuerung bis Ende August geliefert und eingebaut und unmittelbar danach mit der Eisbereitung begonnen werden kann. Das Personal der Eissporthalle wird dann im 24-Stunden-Einsatz das Eis inkl. der Linien und der Werbung bereiten, so dass im günstigsten Fall das Eis ab 10. September genutzt werden kann. Damit verzögert sich der Termin für den Beginn der Eisnutzung um ca. zwei Wochen.“
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