Landkreis Neu-Ulm: 180.000 Euro Extra-Förderung für Frühwarnsystem SAFE-W

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Für den Katastrophenschutz im Landkreis Neu-Ulm gibt es zusätzliche Unterstützung aus dem Bayerischen Landtag: Über sogenannte Fraktionsinitiativen fließen Mittel in das geplante Pegelmess- und Frühwarnsystem SAFE-W („Sicherheit, Alarmierung und Frühwarnung in Echtzeit – Wassergefahren“). Dadurch erhält das landkreisweite Vorhaben eine zusätzliche Förderung von voraussichtlich 180.000 Euro.

Landrätin Eva Treu begrüßte die Nachricht: Man freue sich über die Bestätigung der „hochmodernen, vernetzten und technologieorientierten“ Ausrichtung beim Katastrophenschutz.

Was ist SAFE-W?

SAFE-W ist ein landkreisweites Projekt zur besseren Vorbereitung auf Starkregen-, Sturzflut- und Hochwasserereignisse. Geplant ist ein digitales Mess- und Auswertungssystem, das mit moderner Sensorik, Echtzeit-Datenübertragung und KI-gestützter Analyse frühzeitig Prognosen zu Pegelständen und möglichen Überflutungslagen an Flüssen und Gewässern im Landkreis liefern soll.

Wichtig dabei: SAFE-W soll bestehende kommunale Hochwasserschutzmaßnahmen ergänzen, aber nicht ersetzen. Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Einsatzkräfte, Kommunen und Verwaltung – und damit eine schnellere, bessere Reaktion im Ereignisfall.

Kosten, weitere Förderung und Zeitplan

Die Gesamtprojektkosten liegen bei rund 1,4 Millionen Euro netto. Ein Förderbescheid im Rahmen der LEADER-Regionalentwicklung wird derzeit ebenfalls erwartet. Die zusätzlichen Mittel aus der Fraktionsinitiative sollen den Kreishaushalt entlasten.

Landrätin Treu dankte besonders Thorsten Freudenberger (MdL), der sich im Bayerischen Landtag für das Projekt eingesetzt habe. Freudenberger erklärte, er freue sich, das Vorhaben als „Vorzeige-Projekt“ entscheidend unterstützen zu können.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Planungsphase, in die auch Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Mit der Installation erster Sensoren wird im späteren Verlauf 2026 gerechnet. Der vollständige Aufbau des landkreisweiten Messnetzes ist bis Ende 2029 vorgesehen.

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