Neu-Ulm | Vortäuschen einer Straftat – 40-Jähriger fügt sich Schnittverletzungen selbst zu

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Symbolbild

Bereits am Sonntag, 15.07.2018, am späten Abend, wurde die Polizeiinspektion Neu-Ulm von einem 40-Jährigen informiert, dass er in Neu-Ulm in der Maximilianstraße von zwei Unbekannten mit einem Messer angegriffen wurde. Der vermeintlich Geschädigte gab an, dass er auf der Straße von einem Unbekannten angesprochen wurde. Dieser habe ihn dann in eine Hofeinfahrt gelockt, wo er von einem weiteren Täter unvermittelt mit einem Messer angegriffen und verletzt worden sei. Im Anschluss seien die Täter in Richtung Einkaufszentrum geflüchtet.

Die Beamten stellten vor Ort fest, dass der 40-jährige mehrere Schnitte und Verletzungen aufwies, die augenscheinlich durch ein Messer beigebracht wurden. Er wurde im Anschluss leicht verletzt in eine Klinik eingeliefert. Eine sofortige Fahndung nach den vermeintlichen Tätern verlief negativ.
Im Rahmen der Ermittlungen der Polizeiinspektion Neu-Ulm traten erhebliche Zweifel an der Schilderung der Umstände durch den 40-Jährigen zu Tage. Letztendlich wurden diese Zweifel durch ein rechtsmedizinisches Gutachten der Verletzungen, welches durch die Staatsanwaltschaft Memmingen angeordnet wurde, bestätigt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wird nun davon ausgegangen, dass sich der Mann die Verletzungen selbst zugefügt hat. Zu einem Motiv schweigt er sich bislang aus. Es wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat gegen ihn ermittelt.

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