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Montag. 06. Dezember 2021 / 49

München – Demo gegen Tiere im Circus Krone

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Foto: Benjamin Reisle

Für einen Zirkus ohne Tiere demonstrierten am Samstag, 21.02.2015, zahlreiche Tierschützer und Tierfreunde zwischen dem Stachus und dem Gelände von Circus Krone im bayerischen München. „Zirkus ja. Aber ohne Tiere!“ und „Kein Applaus für Tierleid im Circus“ war auf vielen Plakaten der Teilnehmer zu lesen.
Die gemeinnützig anerkannte Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED zeigte sich als Veranstalter erfreut über die hohe Beteiligung an der Kundgebung. Laut Veranstalter nahmen 550 Personen teil, die Polizei schätzte 400 Demonstranten. Mit Trillerpfeifen, Trommlern und Elefantengeräuschen aus einem nachfahrenden Lautsprecherwagen zogen sie durch München und setzten damit ein klares Zeichen gegen Tiere in Zirkusbetrieben. Auftakt war um 12 Uhr am Stachus über den Hauptbahnhof und den Stiglmaierplatz in Richtung Circus Krone. Die etwa 3-stündige Laufdemonstration endete planmäßig gegen 15.00 Uhr und verlief weitestgehend friedlich. Der Autoverkehr war zeitweise beeinträchtigt.

Strafanzeige gegen Gegendemonstranten

Das Unternehmen Circus Krone reagierte mit einer scheinbar nicht angemeldeten Gegendemonstration. Der Zirkus unterstellt Tierrechtsorganisationen wie PETA Geldmacherei. Vereinzelte Teilnehmer der Gegendemonstration pöbelten die Tierschützer an und beleidigten diese. Der Veranstalter kündigte Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz an. Die Tierschützer ließen sich durch das Verhalten einzelner Teilnehmer der Gegendemonstration nicht provozieren und setzten die Aktion unbeeindruckt fort. Rund 50 Polizeikräfte waren im Einsatz.

Kritik an Tieren im Zirkus

Die Tierhaltung in Zirkusbetrieben steht schon lange in der Kritik, immer wieder werden massive Missstände aufgedeckt. Viele Länder haben die Haltung von Wildtieren bereits verboten oder stark eingeschränkt, unter diesen befindet sich Deutschland bisher nicht. Tierschützer werfen den Zirkusbetrieben Tierquälerei und eine nicht artgerechte Haltung vor. Tiere würden unter grausamen Bedingungen gehalten und teilweise unter Schmerzen gezwungen, artwidrige Kunststücke für die zahlenden Besucher vorzuführen. Die Dressur der Tiere werde ebenfalls häufig von Qualen und Schmerz begleitet. Dennoch konnte sich die Politik bislang nicht zu einem Verbot durchringen. Die Versammlungsteilnehmer wiesen darauf deutlich hin und forderten dazu auf, keine Zirkusbetriebe mit Tieren zu besuchen. „Jeder der sich eine Eintrittskarte kaufe, mache sich mitschuldig“.

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