Mindestlohn-Debatte: CDU-Sozialflügel warnt Parteispitze vor Lobbyismus

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Christian Bäumler hat die Forderungen von CDU-Generalsekretär Peter Tauber nach Ausnahmen beim Mindestlohn für Minijobber, Praktikanten und Zeitungsausträger scharf zurückgewiesen. „Der Koalitionsvertrag sieht eine gesetzliche Ausnahme nur bei Minijobbern im ehrenamtlichen Bereich vor. Auch bei den Praktikanten entspricht der Gesetzentwurf den Vereinbarungen der Koalitionspartner“, sagte Bäumler „Handelsblatt-Online“.

„Wir sollten uns davor hüten Lobbyinteressen nachzugeben und neue Billiglohnmodelle zu ermöglichen.“ Der CDA-Vize will auch bei Zeitungsausträgern Ausnahmen vom Mindestlohn nicht akzeptieren. „Zeitungsausträger machen bei Wind und Wetter einen harten Job und haben einen anständigen Lohn verdient“, sagte Bäumler. CDU-Generalsekretär Tauber hatte im „Tagesspiegel“ betont, dass die Hinweise auf die Auswirkungen des Mindestlohns für Praktika, Zeitungszusteller und Mini-Jobs „berechtigt“ seien und „mitbedacht“ werden müssten.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige