Memmingen und das Unterallgäu setzen verstärkt auf die Förderung des medizinischen Nachwuchses. Am vergangenen Wochenende vom 24. bis 26. April wurde Memmingen im Rahmen des Förderprogramms „Beste Landpartie Bayern (BeLA)” zum Treffpunkt für angehende Ärztinnen und Ärzte aus ganz Bayern.
Rund 35 Medizinstudierende zu Gast in Memmingen
Organisiert wurde das Netzwerktreffen von der Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen. Rund 35 Medizinstudierende sowie betreuende Ärztinnen und Ärzte und wissenschaftliche Mitarbeitende kamen dazu in die Stadt. Ziel war es, den Austausch unter den Studierenden zu fördern, die Region erlebbar zu machen und Kontakte zur lokalen Ärzteschaft sowie zu politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln.
Weiterbildung und Praxis im Mittelpunkt
Nach einem gemeinsamen Auftakt mit Stadtführung und Bowlingabend stand der Samstag ganz im Zeichen der medizinischen Weiterbildung. In praxisnahen Workshops konnten die Studierenden ihre Kenntnisse im Bereich Ultraschall / Sonographie vertiefen.
Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Fallbesprechungen mit Ärztinnen und Ärzten aus Memmingen und dem Unterallgäu. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkte Einblicke in den medizinischen Alltag in der Region.
Austausch mit Politik und Ärzteschaft im Rathaus
Ein besonderer Höhepunkt war am Sonntag ein gemeinsamer Brunch im Memminger Rathaus. Mit dabei waren Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Landrat Alex Eder sowie der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek.
Auch Ärztinnen und Ärzte, die sich erst vor Kurzem in der Region niedergelassen haben oder perspektivisch eine Praxisabgabe planen, nahmen an dem Treffen teil. In offener Atmosphäre ging es um berufliche Perspektiven, persönliche Erfahrungen und konkrete Zukunftschancen in Memmingen und dem Unterallgäu.
BeLA soll Nachwuchs für den ländlichen Raum gewinnen
Das Programm „Beste Landpartie Bayern“ richtet sich an Medizinstudierende, die sich frühzeitig mit einer möglichen beruflichen Zukunft außerhalb großer Städte befassen wollen. Neben finanzieller Unterstützung bietet BeLA auch Mentoring, praktische Einblicke und gezielte Vernetzungsmöglichkeiten mit regionalen Akteuren im Gesundheitswesen.
Aktuell gibt es in Bayern vier BeLA-Standorte: Augsburg, Erlangen, München und Würzburg. Die Gesundheitsregionplus Unterallgäu-Memmingen ist dabei BeLA-Region der Universität Augsburg.
Region präsentiert sich als attraktiver Standort
Für die Studierenden eröffnet das Förderprogramm wertvolle Chancen: Sie sammeln praktische Erfahrung, bauen Netzwerke auf und lernen potenzielle Arbeits- und Lebensorte frühzeitig kennen. Gleichzeitig profitieren Memmingen und das Unterallgäu davon, sich als lebenswerte und beruflich attraktive Region für junge Ärztinnen und Ärzte zu präsentieren.
Damit soll langfristig auch die medizinische Versorgung im ländlichen Raum gesichert und gestärkt werden.









