Die Stadt Memmingen hat ihren diesjährigen Fassadenpreis an zwei Projekte in der Altstadt vergeben. Seit mehr als 50 Jahren zeichnet die Stadt damit gelungene Sanierungen und Instandsetzungen aus, die das Stadtbild nachhaltig prägen und erhalten.
Zwei Sanierungen in der Altstadt ausgezeichnet
In diesem Jahr gehen die Auszeichnungen an das Gebäude in der Herrenstraße 18 sowie an das Doppelhaus Hintere Gerbergasse 3 und 3 ½. Beide Projekte wurden nach Angaben der Stadt mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro gewürdigt.
Oberbürgermeister Jan Rothenbacher lobte die beiden Bauvorhaben als vorbildliche Beispiele für gelungene Modernisierung in der historischen Altstadt. Beide Häuser wirkten sich positiv auf ihre Umgebung aus und zeigten, dass gestalterische Lebendigkeit und ein sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz gut zusammenpassen.

Herrenstraße 18 überzeugt mit architektonischem Konzept
Besonders hervorgehoben wurde die Gesamtrestaurierung des Hauses in der Herrenstraße 18. Nach Einschätzung der Jury überzeugt das Projekt durch eine hohe gestalterische Sensibilität, denkmalpflegerische Qualität und ein klares architektonisches Konzept.
Nach Angaben der Stadt zeigt die Sanierung eindrucksvoll, dass die behutsame Weiterentwicklung historischer Bausubstanz kein Widerspruch zu moderner Architektur sein muss. Vielmehr könne gerade der respektvolle Umgang mit dem Bestand Grundlage für zeitgemäße Gestaltung sein.
Stadtplanungsamtsleiter Uwe Weißfloch würdigte in diesem Zusammenhang insbesondere den zuständigen Planer und Eigentümer Roland Niedermeier. Das ausgezeichnete Gebäude ist Teil einer größeren Sanierung von insgesamt vier Häusern in der Herrenstraße und Buchdruckergasse, die den Straßenzug in den kommenden Jahren weiter aufwerten sollen.

Doppelhaus in der Hinteren Gerbergasse aufgewertet
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die umfassende Erneuerung des Doppelhauses Hintere Gerbergasse 3 und 3 ½, das von zwei Familien aus Buxheim saniert wurde.
Laut Jury überzeugt das Gebäude nicht nur durch seine eigene gestalterische Qualität, sondern auch durch seine Wirkung auf den umliegenden Stadtraum. Mit seiner klaren und ruhigen Fassadengestaltung trage das Haus dazu bei, die gesamte Straße sichtbar aufzuwerten und ihr mehr Klarheit, Wertigkeit und Identität zu verleihen.
Positiver Effekt für das Stadtbild
Nach Einschätzung von Stadtplaner Uwe Weißfloch zeigt gerade dieses Projekt, welches Potenzial auch in Gebäuden steckt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken oder nicht unter Denkmalschutz stehen. Solche Sanierungen könnten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung historischer Stadtstrukturen leisten.
Mit der diesjährigen Preisvergabe unterstreicht die Stadt Memmingen erneut die Bedeutung hochwertiger Sanierungen für das Erscheinungsbild der Altstadt. Beide Projekte zeigen, wie behutsame Modernisierung und historisches Stadtgefühl erfolgreich miteinander verbunden werden können.









