Memmingen hat in den vergangenen zehn Jahren sichtbar an seinem Stadtbild gearbeitet und gleichzeitig kräftig in die soziale und schulische Infrastruktur investiert. Besonders Schulen, Bäder, Denkmalschutz und Verkehr standen im Fokus.
Zu den größten Projekten zählt die Generalsanierung des Bernhard-Strigel-Gymnasiums, das für rund 21,4 Millionen Euro erneuert und erweitert wurde. Mit dem Zehntstadel in Steinheim wurde ein marodes Gebäude für rund 3,7 Millionen Euro zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut – ausgezeichnet mit einem Denkmalpreis des Bezirks Schwaben.
Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt – Memmingen Ost“ wurden zudem Kitas, Spielplätze und Wohnumfeld mit hohen Förderquoten modernisiert und aufgewertet.
Auch das Stadtbild hat sich spürbar verändert:
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Der Weinmarkt wurde zur Fußgängerzone mit neuem Bürgerforum, Klimabäumen und Wasserspiel umgebaut – größtenteils gefördert.
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Die historische Stadtmauer wird seit 2018 in mehreren Bauabschnitten saniert – ein mehrjähriges Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Millionen Euro.
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Ein Lichtmasterplan sorgt für moderne und energieeffiziente Beleuchtung in der Innenstadt.
Im Bereich Verkehr wurde unter anderem die Hurrentrasse mit Unterstützung des Freistaats neu ausgebaut.
Laufende Großprojekte: Kombibad, Klinikum, Schulen, Feuerwehr
Aktuell laufen in Memmingen mehrere teure Großprojekte parallel:
Kombibad „Schwimmwerk“
Auf dem Gelände des alten Freibads entsteht ein neues Kombibad mit Hallen- und Freibadbereich. Die Baukosten liegen bei rund 43 bis 45 Millionen Euro und werden im Wesentlichen von Stadt und Stadtwerken gestemmt. Die Eröffnung ist für 2026 vorgesehen.
Neubau Klinikum / Gesundheitscampus
Eines der größten Projekte ist der neue Gesundheitscampus im Norden Memmingens. Mit insgesamt rund 441 Millionen Euro veranschlagten Kosten gehört der Neubau zu den größten nicht-universitären Krankenhausprojekten Bayerns.
Der Freistaat fördert den Komplex mit über 350 Millionen Euro, dennoch verbleibt für Stadt und Region eine kommunale Eigenbelastung von knapp 128 Millionen Euro.
Schulbauten und Sportinfrastruktur
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Die Edith-Stein-Schule wird für über 20 Millionen Euro generalsaniert und erweitert – mit Ganztagsangebot, Mensa, Aula und modernen Lernlandschaften.
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Für die Reichshainschule entsteht eine neue Sporthalle mit Außenanlagen, Gesamtkosten rund 8,4 Millionen Euro, ebenfalls mit staatlicher Förderung.
Feuerwehrhaus und Denkmalschutz
In Eisenburg wird ein neues Feuerwehrhaus in Holzbauweise mit Fahrzeughalle und Schulungsräumen für etwa 3,7 Millionen Euro errichtet. Parallel läuft die Sanierung der Stadtmauer in weiteren Abschnitten weiter.
Neue Wohnquartiere: Grenzhofareal, Allgäuer Straße West, Rosenviertel
Neben Bildung und Gesundheit treibt Memmingen auch die Wohnungs- und Stadtentwicklung voran.
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Im Grenzhofareal im Norden der Stadt sind auf knapp vier Hektar rund 430 bis 450 Wohnungen, eine KiTa, Dienstleistungen, Gastronomie und Grünflächen geplant. Die Stadt schafft den Rahmen, große Teile der Investitionen tragen private Partner.
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An der Allgäuer Straße West soll ein neues Wohnquartier mit Höfen, Grünzügen und Spielflächen entstehen – ein wichtiger Faktor für den Wohnungsmarkt am südlichen Stadteingang.
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Das Rosenviertel zwischen Bahnhof und Altstadt soll sich zu einem verdichteten, durchgrünten Innenstadtquartier mit Wohnen, Gewerbe und neuen Platzflächen entwickeln – als „Tor zur Altstadt“.
Für Stadtteile wie Steinheim werden zudem ein neuer Sportpark und eine Ortsumfahrung diskutiert, um Verkehr zu entlasten und Freizeitangebote zu bündeln. Viele dieser Vorhaben stehen noch in der Planungs- oder Konzeptphase und werden über Jahre gestreckt umgesetzt.
Haushalt 2025: Hohe Investitionen, steigende Schulden
Diese Vielzahl an Projekten schlägt sich deutlich im Stadthaushalt nieder.
Der Haushalt 2025 hat ein Volumen von rund 244,3 Millionen Euro. Die Investitionen liegen bei über 40 Millionen Euro – finanzierbar nur durch eine Kombination aus Fördermitteln und neuen Krediten. Die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt liegt nur knapp über der gesetzlichen Mindestzuführung; eine freie Finanzspanne für zusätzliche Investitionen gibt es faktisch nicht.
Die Folge:
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Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von etwa 1.400 Euro auf rund 1.670 Euro je Einwohner.
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Bis 2028 wird mit Investitionen von knapp 120 Millionen Euro gerechnet; die Gesamtverschuldung könnte auf etwas über 125 Millionen Euro anwachsen – beinahe eine Verdoppelung innerhalb weniger Jahre.
Die Regierung von Schwaben hat die Haushalte 2024 und 2025 nur unter der Auflage genehmigt, dass die Stadt ein Konsolidierungskonzept vorlegt. Dieses umfasst einen 20-Punkte-Sparplan, Kürzungen bei Zuschüssen sowie Anpassungen von Steuern und Gebühren.
Positiv: Die Einnahmenseite – insbesondere die Gewerbesteuer – gilt als solide. Das Problem liegt vor allem in den hohen Investitions- und Baukosten sowie in stark steigenden Pflichtausgaben.
Fazit: Zwischen Investitionsschub und Schuldenbremse
Memmingen hat sich in den vergangenen Jahren viel vorgenommen und viel umgesetzt: von sanierten Schulen und denkmalgeschützter Stadtmauer über neugestaltete Plätze bis hin zu Großprojekten wie Kombibad und Neubauklinikum. Gleichzeitig stehen mit neuen Wohnquartieren und weiteren Infrastrukturmaßnahmen bereits die nächsten Projekte in den Startlöchern.
Klar ist aber auch:
Die Stadt bewegt sich finanziell am Limit. Ohne neue Kredite sind die laufenden Großprojekte nicht zu stemmen – selbst bei hohen Förderquoten von Bund und Freistaat. Künftig wird es darauf ankommen, strenger zu priorisieren, Projekte zeitlich zu strecken und dennoch die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern.
1. Was wurde in den letzten zehn Jahren schon geschafft – Überblick?
a) Schulen & Bildung
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Bernhard‑Strigel‑Gymnasium – Komplettsanierung
Das Gymnasium wurde in den letzten Jahren generalsaniert, umgebaut und erweitert. Laut Berichterstattung wurden dafür rund 21,4 Mio. € investiert; seit 2020 ist der helle, moderne Neubau wieder voll in Betrieb. -
Zehntstadel Steinheim – Dorfgemeinschaftshaus
Der ehemals marode Zehntstadel wurde zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Die Kosten liegen bei ca. 3,7 Mio. €, etwa 50 % davon wurden bezuschusst; für die gelungene Sanierung gab es sogar einen Denkmalpreis des Bezirks Schwaben. -
Soziale Stadt Ost – Kitas, Spielplätze, Wohnumfeld
Im Programm „Soziale Stadt – Memmingen Ost“ wurden über viele Jahre Spielplätze, Aufenthaltsflächen und Wohnumfeld verbessert; bauliche Maßnahmen werden meist mit 60 % Förderung von Bund/Land unterstützt (z.B. Spielplatz Waldfriedhofstraße, Aufwertung des Spielplatzes Kalker Feld).
b) Stadtbild & Altstadt
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Weinmarkt neu gestaltet (2024/25)
Der Weinmarkt wurde zur Fußgängerzone umgebaut, mit neuem „Bürgerforum“, Klimabäumen und Wasserspiel. Die Kosten liegen bei etwa 1,3–1,37 Mio. €, wovon rund 80 % über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ kommen. -
Stadtmauer – laufende Sanierung als „Megaprojekt“
Seit 2018 wird die historische Stadtmauer in mehreren Bauabschnitten saniert. Insgesamt werden etwa 10 Mio. € veranschlagt; in der Öffentlichkeit wird das als „Megaprojekt“ bezeichnet. -
Lichtmasterplan Innenstadt
Für Altstadt und Fußgängerzone wurde ein Lichtmasterplan beschlossen und schrittweise umgesetzt: effizientere Beleuchtung, bessere Inszenierung historischer Gebäude und weniger Lichtsmog.
c) Verkehr & Infrastruktur
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Neue Hurrentrasse (Straßenausbau)
Die Hurrentrasse wurde ausgebaut/verlegt, mit neuem Belag, Entwässerung und Bushaltestelle. Kosten: ca. 3,1 Mio. €, davon rund 1,9 Mio. € vom Freistaat (ca. 70 % Förderung), der Rest Stadt. -
Altstadt‑Sanierungsgebiete
Die Altstadt ist seit Jahren in mehreren Sanierungsgebieten organisiert; viele kleinere Fassaden‑, Platz‑ und Gestaltungsmaßnahmen wurden über Städtebauförderung kofinanziert.
Das ist nur ein Ausschnitt – aber man sieht schon: Schulen, Denkmalschutz, Altstadt und Verkehr waren die großen Themen der letzten Dekade.
2. Was wird gerade konkret gebaut?
Die Stadt listet aktuell folgende Großprojekte als im Bau bzw. gerade fertiggestellt:
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Neubau Feuerwehrhaus Eisenburg
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Neues Feuerwehrhaus komplett aus Holz, mit Fahrzeughalle und Schulungsräumen.
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Kosten etwa 3,7 Mio. €, Förderung des Freistaats ca. 360.000 €. Fertigstellung ist um Herbst 2026 geplant.
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Kombibad „Schwimmwerk“ (neues Hallen‑ und Freibad)
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Großprojekt auf dem Gelände des alten Freibads: neues Hallenbad mit 25‑m‑Becken, Kursbecken, großer Freibadbereich.
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Baukosten aktuell rund 43–45 Mio. €, finanziert v.a. durch Stadt und Stadtwerke.
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Rohbau steht, Richtfest 2024, Eröffnung ist etwa für Sommer 2026 vorgesehen.
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Generalsanierung & Erweiterung Edith‑Stein‑Schule
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Grundschule wird energetisch saniert, erweitert (Ganztag, Inklusion, Mensa/Aula, Lernlandschaften) und digital aufgerüstet.
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Gesamtkosten rund 20,4 Mio. €; allein 2025 schlagen ca. 2,82 Mio. € im Haushalt zu Buche.
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Neubau Sporthalle Reichshainschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
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Vergrößerte Einfeld‑Sporthalle mit Außenanlagen, primär für Schulsport, zusätzlich für Vereine.
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Kosten ca. 8,4 Mio. €, davon etwa 2,2 Mio. € Förderung des Freistaats.
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Neubau Klinikum / Gesundheitscampus Memmingen
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Eines der größten nicht‑universitären Krankenhausprojekte in Bayern: neuer Gesundheitscampus im Norden (Klinikum + Bezirkskrankenhaus).
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Nach aktueller Kalkulation: Gesamtkosten ca. 441,2 Mio. €; Förderzusage des Freistaats insgesamt 352,4 Mio. €, davon 313,2 Mio. € fürs Klinikum, 39,2 Mio. € fürs Bezirkskrankenhaus.
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Daraus ergibt sich eine Förderquote von über 70 %; die Eigenmittelbelastung (kommunale Seite) liegt bei knapp 128 Mio. €.
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Fortlaufende Sanierung der Stadtmauer
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Fortsetzung des mehrjährigen Sanierungsprogramms; einzelne Abschnitte (z.B. Wehrgang Kohlschanze) werden fachgerecht restauriert.
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Dazu kommen noch zahlreiche kleinere Maßnahmen (Kitas, Spielplätze, Straßenbau, digitale Infrastruktur etc.), die im Haushaltsplan aber ebenfalls als Investitionen auftauchen.
3. Was steht (grob) auf der „Wunschliste“?
„Wunschliste“ heißt in der Realität: im Konzept oder in der Bauleitplanung, aber noch nicht komplett finanziert oder umgesetzt.
a) Neue Wohnquartiere / Stadtentwicklung
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Grenzhofareal (Memmingen Nord)
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Entwicklungsfläche von rund 3,8–3,9 ha.
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Geplant sind ca. 430–450 Wohnungen, eine KiTa, Gastronomie, Dienstleistungen, Büros sowie viel Grünraum. Insgesamt ca. 40.000 m² Wohn‑ und 10.000 m² Gewerbefläche.
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Bebauungsplan wurde 2025 beschlossen – jetzt kommt die eigentliche Realisierung mit starkem privaten Investor (i+R Wohnbau).
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Quartier „Allgäuer Straße West“ (südlicher Stadteingang)
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Neues Wohnquartier mit Höfen, Spielplätzen und Grünzügen an der Allgäuer Straße; Wettbewerb entschieden, Rahmenplanung erstellt.
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Hier reden wir perspektivisch auch über einen zwei‑ bis dreistelligen Millionenbetrag – zum großen Teil privates Geld, aber mit städtischer Infrastruktur (Straßen, evtl. KiTa etc.).
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Rosenviertel (Bahnhofs‑/Innenstadtlage)
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Ca. 2 ha großes Gebiet zwischen Bahnhofstraße, Maximilianstraße, Heidengasse und Kalchstraße.
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Ziel: verdichtetes, durchgrüntes Innenstadtquartier als „Tor zur Altstadt“, mit Wohnen, Gewerbe und neuer Platzgestaltung. Wettbewerb ist entschieden, die Entwürfe dienen als Grundlage für die weitere Planung.
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b) Stadtteile & Infrastruktur
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Steinheim – Sportpark & Ortsumfahrung
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Geplant ist die Verlagerung der Grüngutsammelstelle und der Ausbau des Bereichs westlich des Sportplatzes zu einem Sportpark für Steinheim (in enger Abstimmung mit dem SV Steinheim).
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Zusätzlich gibt es Planungen zur Ortsumfahrung Steinheim, um den Durchgangsverkehr zu entlasten; konkrete Umsetzung und Finanzierung stehen noch aus.
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Weitere Altstadt‑Projekte
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Die „Vorbereitenden Untersuchungen Altstadt“ und das Stadtklimakonzept definieren ein Paket an Maßnahmen für die nächsten ~15 Jahre: weitere Platzgestaltungen, Grün‑ und Klimamaßnahmen, Beleuchtung, Gestaltungsfibel etc.
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Kurz: Die Wunschliste ist lang – aber vieles davon wird (zum Glück) von privaten Investoren getragen, während die Stadt vor allem Erschließung, Soziales, Schulen und Straßen stemmen muss.
4. Reicht das Geld – oder braucht es neue Schulden?
a) Aktuelle Haushaltslage
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Haushalt 2024
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Gesamtvolumen: 238,9 Mio. €.
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Vermögenshaushalt (Investitionen): 56,5 Mio. €.
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Geplante Kreditaufnahme: 28,5 Mio. €; der Schuldenstand soll bis 2027 auf knapp 118 Mio. € steigen.
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Haushalt 2025
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Gesamtvolumen: 244,3 Mio. € (Verwaltungshaushalt 197,9 Mio., Vermögenshaushalt 46,4 Mio.).
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Zuführung vom Verwaltungs‑ an den Vermögenshaushalt nur knapp über der gesetzlichen Mindestzuführung – es bleibt keine freie Finanzspanne, sprich: keine „Eigenfinanzierung“ weiterer Investitionen.
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Für 2025 sind Investitionen über 40 Mio. € geplant, die nur durch rund 20 Mio. € Zuschüsse und bis zu 15 Mio. € neue Kredite darstellbar sind.
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Verschuldung
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Die Pro‑Kopf‑Verschuldung steigt mit dem Haushalt 2025 von ca. 1.400 € auf 1.670 € je Einwohner. Sie liegt damit leicht über dem bayerischen Durchschnitt, aber noch unter dem Niveau vieler anderer kreisfreier Städte.
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Laut mittelfristiger Finanzplanung werden bis 2028 Investitionen von knapp 120 Mio. € erwartet; die Gesamtverschuldung könnte bis dahin auf etwas über 125 Mio. € steigen – in etwa eine Verdoppelung gegenüber dem aktuellen Stand.
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Konsolidierung & Sparkurs
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Die Regierung von Schwaben hat die Stadt aufgefordert, dem Haushalt 2025 ein Haushaltskonsolidierungskonzept beizulegen. Dieses umfasst u.a. einen 20‑Punkte‑Sparplan, Kürzungen bei Zuschüssen und Erhöhungen von Steuern/Gebühren.
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Der Kämmerer spricht von einer kritischen Lage: Rücklagen sind weitgehend aufgebraucht, die Schulden steigen, im Verwaltungsbereich klaffte zeitweise ein Loch von ca. 10 Mio. €.
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b) Was heißt das für die Frage „finanzierbar oder neue Schulden?“
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Fakt ist:
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Die laufenden Großprojekte (Kombibad, Klinikum, Schulen, Feuerwehrhaus, Stadtmauer etc.) sind nur mit neuen Krediten finanzierbar – und diese Kredite werden bereits aufgenommen.
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Gleichzeitig fließen aber hohe Fördermittel:
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Klinikum: >70 % Zuschussquote.
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Weinmarkt: ~80 % Zuschuss.
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Soziale Stadt, Altstadt‑ und Stadterneuerung: 60–80 % Zuschuss bei baulichen Maßnahmen.
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Die Stadt hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgaben-/Investitionsproblem.
Der Kämmerer betont, dass die Steuereinnahmen (insbesondere Gewerbesteuer) solide sind, die Ausgaben aber durch Pflichtaufgaben, Baukostensteigerungen und Großprojekte weglaufen. -
Die Regierung hat die Haushalte 2024 und 2025 genehmigt.
Rechtlich sind die Finanzplanungen also (noch) im grünen Bereich – unter der Bedingung, dass der Sparkurs und die Konsolidierung ernsthaft weitergeführt werden.
5. Fazit in einfachen Worten
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Ja, Memmingen hat sich viel geleistet: teure Schul‑Sanierungen, Denkmalschutz (Stadtmauer, Zehntstadel), Stadtbild (Weinmarkt, Lichtkonzept), Verkehr (Hurrentrasse) und jetzt die großen Brocken Kombibad und Klinikum.
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Ja, es wird weiter groß gebaut: neues Schwimmwerk, neuer Gesundheitscampus, neue Schulbauten, Feuerwehrhaus, Stadtmauer – dazu wohnen Tausende Menschen bald in neuen Quartieren wie dem Grenzhofareal.
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Und nein, das geht nicht ohne neue Schulden.
Die Stadt lebt am finanziellen Limit, macht bewusst neue Kredite, versucht parallel aber mit Sparplänen, Steueranhebungen und Zuschüssen die Lage zu stabilisieren. Nicht alles, was auf der Wunschliste steht, wird sich gleichzeitig umsetzen lassen – vieles wird gestreckt oder priorisiert werden müssen.








